Präsident Aziz versehentlich durch Schüsse verletzt

14.10.2012, Nouakchott – Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz ist am Samstag bei Schüssen auf seinen Konvoi verletzt worden. Die Regierung sprach von einem „Versehen“, ein Militärvertreter dagegen berichtete von einem „gezielten Angriff“ auf den Staatschef. Nach übereinstimmenden Angaben wurde Abdel Aziz nur leicht verwundet.

Kommunikationsminister Hamdi Ould Mahjoub sagte in der Nacht zum Sonntag im staatlichen Fernsehen, eine Einheit der Armee habe bei einer Straßenkontrolle versehentlich auf den Konvoi des Präsidenten geschossen. Sie habe nicht erkannt, dass es sich um das Auto des Staatschefs gehandelt habe. Lokale Medien berichteten unter Berufung auf Anwohner, die Streitkräfte seien über die Reise des Präsidenten nicht informiert worden.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mauretanien-praesident-durch-schuesse-verletzt-a-861197.html

Mauretanien lässt sieben Menschenrechtler frei

04. SEPTEMBER 2012, Göttingen. – Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Freilassung des mauretanischen Menschenrechtlers Biram Dah Abeid und sechs seiner Mitstreiter von der Anti-Sklaverei-Bewegung IRA (Initiative zur Wiederbelebung der Abschaffung der Sklaverei) reagiert. Die seit Ende April 2012 inhaftierten Menschenrechtler wurden am Montagabend auf Anweisung des Ermittlungsrichters provisorisch auf freien Fuß gesetzt.

„Die Freilassung der Menschenrechtler ist ein großer Erfolg für Mauretaniens Anti-Sklaverei-Bewegung. Wir hatten Angst um das Leben der Sklaverei-Kritiker“, erklärte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. „Besorgt waren wir vor allem über den angegriffenen Gesundheitszustand von Biram Dah Abeid.“ Der Vorsitzende der IRA und Träger des Weimarer Menschenrechtspreises 2011 war in der Haft schwer erkrankt und hat seit seiner Inhaftierung mehr als 15 Kilogramm Gewicht verloren.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8726:mauretanien-laesst-sieben-menschenrechtler-frei&catid=55&Itemid=50

Heuschrecken bedrohen Ernten in Niger und Mali

17.07.2012, Rom. – Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat vor einer Heuschrecken-Plage in Niger und Mali gewarnt. Riesige Schwärme der Insekten seien von Algerien und Libyen in den Norden Malis und Nigerias gelangt, teilte die FAO am Dienstag in Rom mit. Dort bedrohten sie nun die Ernten.

Nach Angaben der FAO konnten sich die Wüstenheuschrecken im Gegensatz zu früheren Jahren nach Süden ausbreiten, weil sie in Libyen und Mali aufgrund der Bürgerkriege und der politischen Unsicherheit nicht mehr effektiv bekämpft wurden. Heftige Regenfälle im Norden Nigers und Malis begünstigen die Fortpflanzung der Tiere.

FAO-Experte Keith Cressman erklärte, die günstigen Bedingungen für die Vermehrung der Heuschrecken könnten zu einer zweiten Generation der Insekten führen, die sich Ende des Sommers nach Mauretanien, Algerien, Libyen und in den Süden Marokkos ausbreiten könnte. Auch in der westafrikanischen Sahelzone wären dann die Ernten bedroht.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8593:heuschrecken-bedrohen-ernten-in-niger-und-mali&catid=27&Itemid=69