Toyota Ambulance wieder im Einsatz

Der im März 2013 überführte und zum Krankenwagen umgebaute Toyota Hiace ist nach über einem Jahr Standzeit wieder reaktiviert worden. Umfangreiche Reparatur- und Servicearbeiten waren nötig geworden um dieses Fahrzeug technisch wieder fahrtauglich zu bekommen.
„Der Toyota gilt trotz eines gewissen Alters als unverwüstlich und ist deshalb in Mali auch schon seit über 20 Jahren als Alleskönner auf den schlechten Straßen und Pisten unterwegs. Fast jeder Mechaniker ist technisch in der Lage dieses Fahrzeug wieder flott zu bekommen – zudem ist die Ersatzteilversorgung optimal.“

Dies war nur möglich in einer Kooperation, denn die Kosten konnte das Gesundheitszentrum nicht allein tragen, da sie nicht über genügend Mittel verfügten.
So schlossen sich die Gemeinde, das Centre de Sante und africa-co-operation e.V. zusammen und teilten sich die Kosten um endlich wieder Kranke und Schwangere transportieren zu können, denn dies ist das einzige Fahrzeug für Krankentransporte im Umkreis von 60 km.

Gute Kooperation und Kosten geringer als veranschlagt

Wir sind sehr glücklich, dass diese Kooperation erfolgreich war und der Bevölkerung, den 29.988 Einwohnern, wieder zur Verfügung steht. (Im Vergleich zu Göttingen mit 130.000 Einwohnern, müsste diese Stadt mit 4 Krankenwagen auskommen.) Besonders erfreulich war auch, dass die Rechnung um 11% geringer ausfiel als veranschlagt. Wir danken hier besonders dem Bürgermeister Batri Dena, der sich ganz besonders hierfür eingesetzt hat und seine Versprechungen gehalten hat, denn dies ist in der Politk nicht immer so.

 

 

 

 

 

 

 

Bibliothek fertiggestellt – Spende von Sonnenfahrt eingegangen

August 2017 konnten die umfangreichen Restaurierungsarbeiten am ältesten Schulgebäude in Fangasso abgeschlossen werden. Diese Arbeiten waren notwendig geworden, da das Dach löcherig, eine Lehmwand einsturzgefährdet, der Fußboden nicht mehr existent und auch Türen und Fenster nicht mehr schlossen.

Die Bibliothek

Dieses Gebäude soll nun die Schulbibliothek für Schüler, Lehrer und alle anderen interessierten Menschen beherbergen. Die Gesamtkosten in Höhe von 3.670 Euro sind unserer Meinung nach gut investiert, da ein Neubau wesentlich teurer gekommen wäre. Da bereits 2015 über 500 Bücher gesammelt und nach Fangasso transportiert wurden, muss jetzt noch das Mobiliar (Regale, Tische, Stühle …) gesammelt werden, damit die Bibliothek auch genutzt werden kann.

Sonnenfahrt Göttingen spendet 3000 Euro für den Umbau

Der Verein Sonnenfahrt Göttingen e.V. wurde 1987 vom Hautarzt Dr. Klaus Kölmel und einigen energieinteressierten BürgerInnen gegründet. Dabei stand insbesondere die „positiven Nutzung“ der Solarenergie im Mittelpunkt des Interesses. 1993 wurde das erste öffentliche Solarkraftwerk, auf dem Dach einer Göttinger Schule errichtet. Die Anlage ist bereits abbezahlt und bringt jährlich Erträge, die der Verein in andere Projekte investiert. Diesmal haben sie africa-co-operation e.V. mit 3000 Euro beim Bau unterstützt. Hierfür bedankt sich die gesamte Gemeinde Fangasso.

Installation einer Solaranlage und Laptops im Januar geplant

2018 soll eine kleine Solaranlage auf dem Dach Strom für die Beleuchtung und für den Betrieb von vier Laptops installiert werden. Dies soll auch den Betrieb in der Dämmerung ermöglichen und den IT Unterricht ermöglichen. Die Laptops wurden bereits von Labdoo zugesagt. 

Wegweiser für Weltenretter – Erfahrungen aus einem Hilfsprojekt in Mali

WeltenretterWie der Titel war auch die Veranstaltung mal etwas ganz anderes als sonst üblich im AMA (Archiv für die Musik Afrikas) am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Gutenberg Universität Mainz.

Gespannt lauschten 15 interessierte junge Menschen den Ausführungen von Nike Dieterich. Grafisch sehr interessant verpackt trug sie ihre eigenen Erfahrungen und Verbindungen zu Afrika vor. Anhand von Fragen erklärte sie, wie sie dazu gekommen ist und was alles zu beachten ist, um erfolgreich arbeiten zu können.

Warum eigentlich?

Nike & Emil in Béni Abbès

Nike & Emil in Béni Abbès

Meist besteht schon ein Bezug zum Land oder zu den Menschen, so wie bei ihr. „Schon als Kleinkind war ich mit meinem zwei Jahren älteren Bruder und meinen Eltern auf einer Überführungsfahrt durch Nordafrika nach Niger. Drei Jahre später besuchte ich mit meiner Mutter meinen Vater in Ghana, der dort ein landwirtschaftliches Projekt leitete“. Dies hat wohl das erste Interesse geweckt und sie animiert 2014 für ein halbes Jahr in La Reunion  zu arbeiten, um dann Madagaskar und Tansania zu bereisen.

Wir sollten irgendwas tun, irgendwas Gutes.
Viele junge Menschen möchten nach der Schule oder dem Studium die Welt entdecken oder sich sozial engagieren. Der Reiz Erfahrungen in der Arbeitswelt, im sozialen Engagement, in fremden Sprachen und Kulturen zu sammeln ist groß und ist auch bei zukünftigen Arbeitgebern gefragt.

Doch was und wie? Es ist gar nicht so einfach etwas Passendes zu finden, denn in anderen Ländern, speziell in nicht entwickelten Ländern, gibt es einiges zu bedenken. DSCF3758 (3) (586x640)Sitten, Bräuche, Religionen und Sprache sind anders und man muss dies respektieren und achten, um selbst respektiert zu werden. Hier berichtete Nike von ihren Erfahrungen mit africa-co-operation e.V. Diese NGO agiert in Fangasso/Mali und setzt dort mit der Bevölkerung pragmatische Projekte zur Förderung von Bildung und Gesundheit um. In Fangasso ist die Infrastruktur nicht so wie zuhause, es gibt keine Straße, keinen Strom (und damit auch keine kalten Getränke), kein fließendes Wasser (keine Dusche und WC) und die Kommunikation ist ebenfalls sehr eingeschränkt. Auch das heiße Klima, die Moskitos und das ungewohnte Essen können zur Plage werden und man sehnt sich nach einer komfortablen Dusche. Doch dies ist nicht alles, denn auch die Sicherheitslage ist bedenklich, denn immer wieder gibt es Anschläge und Entführungen. Da wird schnell klar, dies ist kein Projekt für Anfänger. Doch was passt eigentlich zu mir? Diese Frage sollte erst geklärt werden und ist abhängig von der Sprache, den Sitten und Gebräuchen, der Infrastruktur und auch dem Bedürfnis nach Komfort.

Abwarten und Tee trinken – Problemen mit Humor und Pragmatismus begegnen

Wenn nun endlich das „Passende“ gefunden wurde, funktioniert nicht alles wie geplant, denn Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe. Nike sagte dazu aus ihrer Erfahrung: „Schaut euch um nach Alternativen und begegnet allem mit Humor und Pragmatismus, manchmal auch einfach Abwarten und Tee trinken“. Andere Länder – andere Sitten, und diesen sollte ich mich anpassen, denn ich bin ja schließlich Gast und möchte helfen und nicht dirigieren. Alles braucht seine Zeit und Verständnis.

Resümee:
Eine sehr gute, interessante Veranstaltung, die Hilfe zu grundsätzlichen Fragen interessierter „Weltenretter“ bot. Auch durch die anschließende anregende Diskussion konnten die Teilnehmer viel mitnehmen. Als NGO Vertreter ist diese Sicht von außen sehr wichtig, denn die Reflexion der eigenen Arbeit ist ein Ansatz dafür, wie das Projekt gesehen wird und was verbessert werden kann.

Aktive Öffentlichkeitsarbeit – ACO beteiligt sich am PLEA Infostand in Göttingen

Es war mal wieder Zeit sich aufzuraffen und den Menschen zeigen was, wo, für wen und warum wir uns für die Menschen in Fangasso / Mali einsetzen. Hierzu bot sich die Infoveranstaltung von PLEA e.V. (zu ihrem 10-jährigen Bestehen) in der Kurzen Straße in Göttingen an.
Von 10 bis 14 Uhr zeigten wir unsere Video Clips aus Fangasso und erklärten interessierten Shoppern unsere Projekte. Ein aufziehendes Gewitter und der damit einsetzende Starkregen ließ uns dann fluchtartig den Ort verlassen. Aber alles in Allem konnten wir doch einige Menschen erreichen und können zufrieden Bilanz ziehen.

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Infostand Kurze Str., Göttingen

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Denis Coulibaly / J. Albers

Auch konnten die schon lang schwelenden Differenzen der jeweiligen Vorsitzenden endlich durch eine einfache Versöhnung beendet werden. Manchmal braucht es nur ein wenig Vermittlung.

Bau der Schulbiliothek hat begonnen

Manchmal muss man einfach nur etwas Geduld mitbringen, denn nach einigen Kontaktversuchen mittels Mail, Brief und Telefon zu allen Beteiligten kam lange keine Antwort.

Bibliothek im Bau – Krankenwagen zwecks Reparatur in San

Die Schulbibliothek

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Die Bibliothek, das älteste Schulgebäude

Doch heute war es soweit und uns erreichten die ersten Fotos vom Bau der Bibliothek. Eine Wand ist schon ersetzt worden, die anderen werden gerade restauriert und demnächst kann das Dach schon drauf. So sind wir jetzt guter Hoffnung, dass bis Ende nächster Woche der Bau fertiggestellt werden kann.

Der Bürgermeister hält sein Versprechen – Toyota Krankenwagen in San zwecks Reparatur

Seit über einem Jahr steht der Toyota Krankenwagen mit einem Zylinderkopfschaden im Centre de Sante  und konnte nicht mehr genutzt werden. Bei unserem letzten Besuch erklärte der neue Bürgermeister (Batri Dena), dass dies eine Schande ist und er sich für eine Reparatur einsetzen würde.

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Der 2013 übergebene Toyota

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Unterstützung per Handschlag

 

 

 

 

 

 

Dies hat er nun getan und das Fahrzeug in eine Werkstatt der 70 km entfernten Stadt San schleppen lassen. Jetzt warten wir auf die Diagnose und den Kostenvoranschlag. Gerne beteiligen wir uns an den Kosten um endlich wieder Kranke und Schwangere befördern zu können.

 

Das Festprogramm zur Eröffnung der Kantine

Am Morgen des nächsten Tages wurde zum Fußball geladen, denn in den neuen Trikots und mit den Bällen konnten die Jugendlichen aus Fangasso mal ihrer Fußballqualitäten zeigen. Team Deutschland und Team Spanien lieferten ein sehr spannendes und faires Spiel, das mit  3:1. endete. Ich glaube sie wollten uns damit eine kleine Freude machen. Ein Video über diese Begegnung wird demnächst auf Facebook veröffentlicht, denn bewegende Bilder geben einen besseren Eindruck.

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Die Schüler als Zuschauer

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Die Ehrengäste

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Spannende Zweikämpfe

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Fairplay

Danach kamen alle auf dem Schulhof zusammen, wo die  Eröffnungsreden gehalten wurden. Hier wurde betont, wie wichtig diese Partnerschaft für die Bildung und die Entwicklung von Fangasso ist. Da konnten wir nur noch zustimmen. Währen der Reden  und dem folgenden Musik und Tanzprogramm, wurde schon eifrig mit dem neuen Equipment das Essen für 150 Personen vorbereitet.

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Der Dorfchef Baba und Bakary Coulibaly

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Der Sousprefect

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Haby Dembele mit dem Dorfchef

 

 

Die Versammlung – die gemeinsame Übereinkunft

Nachdem das Equipment und die Nahrungsmittel der Kantine übergeben worden sind, wurde nach kurzer Pause die Versammlung einberufen. Hier zeigte sich, dass sich die gute Vorbereitung gelohnt hatte, denn die Diskussionen verliefen sehr fruchtbar und es waren nur noch wenige offene Punkte zu klären.

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Die Ergebnisse:

Bakary Coulibaly wird die monatlichen Zahlungen für das Personal und der Nahrungsmittel entgegennehmen, die er dann an den Kantinenmanager weiterleitet. Der Kantinenmanager ist für die Auszahlung der Gehälter, des Einkaufs, der Lagerhaltung, der Instandhaltung und für die Buchführung verantwortlich. Die Grundnahrungsmittel werden monatlich aus San angeliefert, Gemüse und andere frisch benötigten Zutaten werden vom Garten oder vom Markt in Fangasso zugekauft. Die Küchenchefin ist für einen reibungslosen Ablauf der Essenszubereitung und Ausgabe verantwortlich.

Kantinenmanager: Seydou Kamate (30.000 CFA/M)
Küchenchefin: Colette Dakono (25.000 CFA/M)
Die Köchinnen: Bernadette Coulibaly, Waba Diarra, Fatoumata Thesa,  Fattoumata Kamate (10.000 CFA/M + Essen für ihre Familienangehörigen)
Die Position des Gärtners / Wächters (20.000 CFA/M) wird neu besetzt

Alle Anwesenden stimmten diesen Vorschlägen zu und es wurde für den kommenden Tag vereinbart, dass es ein kurzes Fußballspiel in den mitgebrachten Trikots geben wird. Zusätzlich soll das erste Essen für mindestens 100 Personen gekocht werden, um zu sehen wie dies funktioniert.

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