Le MNLA dit oui à une présidentielle à Kidal, mais sans l’armée

Par Le Figaro – Date: 22 Mai 2013

La rébellion touareg MNLA, qui occupe Kidal, dans le nord-est du Mali,  est prête à permettre la tenue de la présidentielle en juillet dans  cette ville mais refuse d’y laisser entrer l’armée malienne, a déclaré  mercredi l’un de ses responsables.

Une délégation du Mouvement national  de libération de l’Azawad (MNLA) s’est entretenue à Ouagadougou avec le  chef de la diplomatie burkinabè Djibrill Bassolé, dont le pays mène une  médiation dans la crise malienne au nom de la Communauté économique des  Etats d’Afrique de l’Ouest (Cédéao).

„Nous avons rencontré le ministre Bassolé pour l’informer que la  commission de négociations du MNLA est en ce moment réunie à Ouagadougou  et souhaiterait à la fin de ses travaux remettre officiellement son  rapport au médiateur de la Cédéao“, a indiqué le responsable aux  relations extérieures du MNLA, Ibrahim Ag Mohamed Assaleh.

„Nous lui  avons aussi dit que nous souhaitons que la date du 28 juillet fixée par  le président malien de transition (Dioncounda Traoré) pour la tenue de  l’élection présidentielle soit honorée par les deux parties,  c’est-à-dire le MNLA et les autorités de Bamako“, a-t-il poursuivi.
http://www.malijet.com/actualite-politique-au-mali/flash-info/72397-mnla-d%E2%80%99accord-pour-une-pr%C3%A9sidentielle-%C3%A0-kidal%2C-mais-sans-l%E2%80%99arm%C3%A9e.html

Islamisten verüben Doppelanschlag im Niger

23.05.13 Arlit
Islamisten haben eine Uranmine und eine Militärbasis im Niger angegriffen – es gibt Tote und eine Geiselnahme. Die Täter begründen den Angriff mit dem Mali-Einsatz.

© Issouf Sanogo/AFP/Getty Images

Die Uranmine des französischen Unternehmens Areva in Arlit im Jahr 2010
Die Uranmine des französischen Unternehmens Areva in Arlit im Jahr 2010

In Niger haben islamistische Kämpfer eine Uranmine in der Stadt Arlit sowie eine Kaserne des Militärs angegriffen und mindestens 23 Menschen getötet. Mehrere Militärangehörige sollen als Geiseln genommen worden sein. Die islamistische Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao) bekannte sich zu den Anschlägen. Als Grund nannte sie die Unterstützung Nigers für Frankreichs Militärintervention im benachbarten Mali. Die Mujao gilt als Ableger der Terrororganisation Al-Kaida.

Die Anschläge fanden etwa zur selben Zeit statt. „Er sprengte sich in die Luft und ist die einzige Person, die getötet wurde“, sagte ein Mitarbeiter des Minenbetreibers Areva zu dem Selbstmordattentat. Es gebe einige Verletzte, ein Mensch sei ins Krankenhaus gebracht worden. Einem Regierungssprecher zufolge wurde das Bergwerk so stark beschädigt, dass die Produktion gestoppt werden musste.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/niger-anschlaege-mali

Mali sets date for presidential election

Mali will hold a presidential election on July 28, according to a draft law adopted by the cabinet as the nation struggles to move on from war and an 18-month political crisis.

Mali’s government announced the elections on Monday in a communique that set out the dates for the campaign and runoff elections.

The announcement suggests that the West African country is serious about holding the ballot, despite the fact that the capital of one of the country’s northern provinces remains under the control of an anti-government group.
„The campaign will open on Sunday, July 7 at midnight and close at midnight  on July 26,“ the draft law read.

Acting President Dioncounda Traore has said that neither he nor his ministers will stand in the polls, which will go to a second round on August 11 if required.

The ballot would be the first since a coup in March 2012 that ousted Mali’s democratically elected president just months before he was due to step down at the end of his final term in office. The coup created an opening that allowed groups allied with al-Qaeda to seize northern Mali.

Mali’s acting President, Dioncounda Traore,  has said he will not stand in July’s elections [EPA]

http://www.aljazeera.com/news/africa/2013/05/201352814129579842.html

Französischer Soldat stirbt in Mali

Mali (RPO). In Mali ist am Montag ein französischer Soldat bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe getötet worden. Zwei weitere Soldaten seien bei dem Anschlag zwischen den Orten Tin Zaouaten und Boughessa schwer verwundet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Seit Beginn der französischen Intervention in Mali am 11. Januar wurden damit sechs Soldaten bei Auseinandersetzungen getötet. Mit der Militärintervention sollte die Machtübernahme extremistischer muslimischer Milzen in dem westafrikanischen Land verhindert werden. Frankreich hatte 4.000 Soldaten geschickt. Bis zum Jahresende sollen nur noch rund 1000 in Mali sein.
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/franzoesischer-soldat-stirbt-in-mali-1.3366740

Krise in Mali: Der Fluch der Altlasten

Julia Raabe und Stefan Brändle aus Paris, 16. Mai 2013, 20:06
Mit Milliardenhilfe und UN-Truppen will die internationale Gemeinschaft in Mali für Stabilität und Frieden sorgen

    • Ein schwedischer Soldat beim Training mit der malischen Armee 60 Kilometer außerhalb von Bamako. Die EU, darunter auch österreichische Soldaten, versucht mit Ausbildungsmaßnahmen die malischen Truppen zu stärken.
      foto: ap photo/baba ahmed
      Mit Blick auf die Perspektiven des westafrikanischen Krisenstaates Mali geriet ein hochrangiger EU-Vertreter regelrecht ins Schwärmen. Ja, die Lage sei zwar schwierig, räumte er bei einem Seminar des International Peace Institute in Wien in dieser Woche ein, aber nach der französischen Militärintervention sei alles auf dem richtigen Weg. Ende gut, alles gut?
      http://derstandard.at/1363711310239/Krise-in-Mali-Der-Fluch-der-Altlasten

Kommentar: Mission Mali zum Erfolg verdammt

DW, Afrika: Die Geberkonferenz in Brüssel war für Mali ein großer Erfolg: Die 100 Teilnehmerländer und Institutionen sagten Hilfen über 3,25 Milliarden Euro zu. Hoffnungssignal und Bürde zugleich, meint Claus Stäcker.

Über drei Milliarden Euro für Mali: Das ist eine Menge Geld, mehr als man erwarten konnte. Nicht nur die USA, die Weltbank und die EU sind im Boot, auch die Islamische Entwicklungsbank. Das spricht für ein globales Interesse an einem sicheren Mali.

Und doch weiß die Welt spätestens seit Irak und Afghanistan, dass man sich auch mit noch so vielen Milliarden kein Wunschland backen kann. Die Mali-Hilfe ist eine gewagte Zukunftsinvestition. Denn es sind Milliarden für ein Mali, das es noch gar nicht gibt. Ein demokratisches Land. Ein Mali, das nach Krieg, Putsch und Militärintervention zur Besinnung kommt. Das seine Korruption in den Griff kriegt. Ein Mali, das weltoffen und laizistisch ist, zugleich zuverlässig, stabil und sicher.
http://www.dw.de/kommentar-mission-mali-zum-erfolg-verdammt/a-16819468

Einsatz in Mali: Qaida-Kommandeur ruft zum Heiligen Krieg gegen Frankreich

AQMI-Anführer Annabi: "Französische Interessen sind ein legitimes Angriffsziel"
AFP/ Youtube

Paris/Hamburg – Die Terrororganisation al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) ruft zu Anschlägen gegen französische Ziele in aller Welt auf. Frankreich führe einen „Kreuzzug gegen die Muslime“ und halte ein „Land des Islam“ besetzt, sagte AQMI-Kommandeur Abu Obeida Jussef al-Annabi in einer Audiobotschaft, die am Dienstag im Internet veröffentlicht wurde. Darin rief er alle Muslime zur Mobilisierung und zum Dschihad gegen Frankreich auf. Die knapp 20-minütige Ansprache ist auf den 25. April datiert.

Hintergrund der Drohung ist der französische Militäreinsatz gegen militante Islamisten in Mali. Im Januar hatte Paris eine Intervention in dem nordafrikanischen Land gestartet. Die Armee konnte in den Wochen danach die Islamisten aus den wichtigsten Städten vertreiben, die sie zuvor monatelang besetzt gehalten hatten. Seit einigen Wochen häufen sich jedoch wieder die Angriffe auf Posten der französischen Armee und des malischen Militärs. Dabei wurde in der vergangenen Woche ein französischer Soldat getötet. Französische Interessen seien seit dem ersten Tag des Mali-Einsatzes ein „legitimes Ziel“ für Angriffe, sagte Qaida-Kommandeur Annabi.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/al-qaida-im-islamischen-maghreb-ruft-zu-anschlaegen-in-frankreich-auf-a-898601.html