Benefiz-Konzert: Musikalischer Hochgenuss mit hoher Spendenbereitschaft

Am Samstag, den 18.06.2016 sangen Capella vocale und Gospelchor Cross-Sing in der Kreuzkirche Göttingen für das Projekt “Get a smile!” Bildung in Mali fördern.

DSC_6897Der Gospelchor Cross-Sing startete mit sehr melodischen, afrikanischen Klängen.  Mit dem Song „Africa“ leitete der Chor in den kurzen aber sehr prägnanten Beitrag über das Projekt in Fangasso/Mali ein. Fünf Aktivisten des Vereins zeigten anhand einer Präsentation die Aktivitäten des Vereins und das Ziel:

Vortrag "Get a smile!"Eine Schulkantine, beliefert mit Gemüse aus dem eigenen Schulgarten soll 100 der ärmsten Kinder eine Schulspeise am Tag geben, so sollen diese ohne Hunger ihre Schulausbildung beenden können.

Auch die von Nike Dieterich gedrehte Videobotschaft aus Fangasso konnte zur Uraufführung gebracht werden. In diesem Video kam Adama Kamate, ein Vertreter des Dorfkomitees, zu Wort und mehrere Schüler berichteten über ihre späteren Berufswünsche. Lassen wir ihre Träume wahr werden!

Capella vocaleAnschließend erfreute Capella vocale die 200 anwesenden Gäste mit  klassischen Chorkompositionen vom 16. bis 20. Jahrhundert. Die Professionalität der Auftritte entpuppte sich als ein Genuss für Augen und Ohren und wurde großzügig mit viel Applaus und Spenden bedacht.

Allein dieser Event brachte 1000 Euro Spendengelder, die nun für das Projekt verwendet werden können. Während der Pause konnten sich alle Besucher am gut besuchten Stand von africa-co-operation e.V. informieren oder sich an der Getränkebar erfrischen.

Unser herzlicher Dank gilt ganz besonders der Organisatorin Mechtild Wissel, die mit eigenen, professionell gestaltenden Plakaten und Ankündigungen die vielen Menschen zusammenbringen konnten. Als kleine Anerkennung wurden Blumen und ein original aus Mali stammendes farbenfrohes Hemd überreicht.

Des Weiteren danken wir allen Chormitgliedern und den helfenden Händen im Hintergrund für diese ganz besondere Darbietung und natürlich allen Spendern für die großzügige Unterstützung.

Spezieller Dank an:
Kreuzkirche Göttingen –  für den Verzicht auf Raummiete
CrossSing – für den Verzicht auf Gage, sowie den Auf- und Abbau in der Kirche
Cappella vocale Göttingen – für den Verzicht auf Gage
Tafelfreude Göttingen www.tafelfreude-goettingen.de – für den Gläserverleih
Ideenladen – Mechthild Wissel www.ideenladen.net für die Plakatgestaltung
Cappella Vocale Göttingen – Stefan Eilert – für die Plakate und Handzettel
Getränkeverkauf – Sebastian Wissel und Iris Kreykenbohm
An der Trommel – Maggie von der Gruppe Afroxe  www.afroxe.de

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Hilfsgüterversand nach Mali – immer wieder eine logistische Herausforderung

Selbst kleine Aktionen brauchen viel Zeit und Helfer.

Wer schon einmal damit betraut war Hilfsmaterialien zu sammeln und den Transport an die hilfsbedürftigen Menschen oder Organisationen in die entsprechenden Ländern zu organisieren, weiß mit welchem personellen, zeitlichen und finanziellen Aufwand zu rechnen ist.  Zudem verändern sich laufend die Bedingungen in den Empfängerländern, was wiederum mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Kleine NRO (Nicht Regierung Organisationen = gemeinnützige Vereine), die nur mit ehrenamtlichen Mitgliedern und Helfern arbeiten, kommen hier oft an ihre Leistungsgrenze. Auch verfügen diese Organisationen nur über geringe, begrenzte Lagerkapazitäten, da diese sonst zu hohe Kosten verursachen würden. Also bleiben meist nur kleine, kostenfreie Garagen oder Lagerecken von Firmen oder Mitmenschen übrig, die oftmals nicht optimal gelegen sind.

Ein Beispiel: Versand von Krankenhausbetten mit medizinischem Material

Eine Charge Material stand bereit in Göttingen und musste für einen Transport abgeholt werden:

DSCF397819 Krankenhausbetten, 15 Matratzen und 20 Kartons mit medizinischem Material.
Der LKW (7,5 to) wurde kostenfrei zur Verfügung gestellt von der Firma Neudorff aus Emmerthal. Dieser wurde für den Transport von Göttingen über Emmerthal nach Bochum zu unserem Netzwerkpartner Aktion pro Afrika (APA). APA ist eigentlich Profi in diesem Bereich, denn sie versenden schon seit Jahren Container mit Hilfsgütern. Auch diesmal wurde von APA bei Global Engagement (eine Organisation von der GIZ) wieder Container beantragt, die termingenau geladen werden müssen. Allein für die Antragsstellung, Koordination per E-Mail, Telefon und auch die Information über den Blog/Facebook & Co fallen viele Stunden freiwillige Arbeit an, die in der unteren Berechnung gar nicht auftauchen.

Nach insgesamt 44,5 Stunden Arbeit mit 21 Helfern aus 2 Organisationen ist das Material zwischengelagert und wartet auf die Verladung in den Container. Bei den 245 Euro handelt es sich nur um Spritkosten und Toll Collect  Maut Gebühren. Diese wurden von den Menschen privat getragen und von Neudorff gesponsert –Helfen kostet.

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Die Beladung der Container braucht wieder viele Helfer und Arbeitsstunden und auch nach Ankunft in Mali werden noch viele Menschen mit der Verteilung beschäftigt sein. Danach folgen allerdings auch noch die Abrechnung der Ausgaben und die Öffentlichkeitsarbeit, denn die Spender und Helfer möchten ja schließlich auch wissen ob die Hilfe auch angekommen ist.

Vom Aussterben bedroht

Fazit: Viel Arbeit & Verantwortung mit geringer Anerkennung –  da braucht es viel innere Überzeugung. Kleine Vereine werden benachteiligt durch extrem hohe Anforderungen der GIZ, die nur durch hauptamtliche bezahlte Kräfte von den Profi-Organisationen ausgeführt werden können. „Die Kleinen werden aussterben“.