Ein Film sagt mehr als 1000 Worte

Dieses Video wurde von Maika gedreht. Hier erklärt sie ihre Sicht über den Ort, die Menschen und warum es sich lohnt diese Arbeit zu machen. Maika war selbst im Januar 2018 in Fangasso und konnte so die Menschen kennenlernen und ihre Eindrücke weitergeben. Aber auch hier in Deutschland hat sie mitgeholfen Spenden zu akquirieren, Infomaterial zu erstellen und auch bei der Verladung von Hilfsgütern zu helfen.

Unruhige Zeiten – der Besuch in Fangasso

Eine unruhige Moskitonacht

Nach dem Abendessen, das Bernadette Coulibaly, die Chefköchin der Kantine für uns zubereitet hatte, wurden bei Anbruch der Nacht die Matratzen von der Bürgermeisterei in die Bibliothek geschleppt und wir saßen dort allein in der Dunkelheit. So schliefen wir in unseren Klamotten um den Moskitos so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten, denn ein Moskitonetz konnte, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, nicht installiert werden. Auch wollte wohl niemand die Verantwortung tragen, falls etwas passieren sollte, denn der Bürgermeister war mit dem Sousprefect in San und der Chef de Village hatte in Ségou zu tun.

Besichtigung und Réunion

Die anstrengende Nacht mit wenig Schlaf endete um 7 Uhr morgens und die Matratzen wurden wie in der Nacht zuvor wieder zurück gebracht. Etwas übermüdet sollte dann die Versammlung stattfinden, um am frühen Nachmittag abreisen zu können und Ségou noch vor Dunkelheit zu erreichen.

Bis 10 Uhr trafen dann nach und nach die Mitglieder des Komitees ein und nach kurzer Vorstellung begann die Versammlung. Maika übernahm hier die Kommunikation, da sie über gute Französisch Kenntnisse verfügt. Alle erklärten, dass die Kantine und Kommunikation mit Haby (unsere Partnerin in Mali) gut funktioniere und es keiner Änderung bedarf. Die Bibliothek war bereits mit zwei Regalen ausgestattet, in denen die Bücher gut sortiert lagen. Auch der Krankenwagen war wieder einsatzbereit. Lediglich der Garten war eine Enttäuschung, da nur ein paar kümmerliche Pflanzen zu sehen waren. Das Protokoll über die Réunion gibt’s hier als Download.

Besichtigung der Projekte

Nach der Besprechung, die etwas über zwei Stunden dauerte, wurde das Centre de Sante besichtigt. Der Krankenwagen wurde vorgeführt und alle Sachspenden der letzten Jahre wurden präsentiert. Alles war in Gebrauch und die Station sah besser aus denn je. Nachdem wir ein paar Spenden überreichten, ging es weiter zum Kindergarten. In der Besprechung wurde gefragt ob wir nicht jemanden kennen, der Interesse an einer Partnerschaft mit dem Kindergarten hat. Das Personal und die Kinder waren begeistert von der Kiste Playmobil.

Zuletzt fuhren wir zur Schule, um auch dort unsere Sachspenden zu überreichen. Ganz besondere Begeisterung erhielten die vier Laptops für die Schulbibliothek. Aber auch das mitgebrachte Mobilliar erzielten große Anerkennung, denn lesen kann man am besten auf bequemen Möbeln.
Nachdem alles erledigt war, aßen nochmal alle zusammen und dann machten wir uns nach einer schnellen Verabschiedung wieder auf dem Rückweg nach Segou.

Obwohl wir leider wenig Zeit (angesichts der angespannten Sicherheitslage) hatten und in der Schule wegen dem Lehrerstreik nichts „in Aktion“ zu sehen war, haben wir doch noch das meiste erledigen können. Die bisher getroffenen Absprachen wurden von dem Komitee sehr gut umgesetzt und bis auf den Schulgarten war alles in guter Verfassung. Auch die Besprechung lief sehr konstruktiv ab. Die Abläufe und die Belieferung der Kantine mit Lebensmitteln sollte unbedingt optimiert werden. Auch die Bibliothek soll noch eine kleine Solaranlage erhalten um auch in der Dämmerung lesen zu können und den Betrieb der Laptops zu ermöglichen. Alles Weitere ist in dem Protokoll zu entnehmen.

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Le Séjour à Fangasso

Une nuit de moustiques agitée

On a mangé und très bon repas que Bernadette Coulibaly, chef de la cantine, nous a préparé.
Puis, dans l’obscurité, les matelas ont été traînés dans la bibliothèque et nous y étions assis seul. Nous avons donc dormi si peu dans nos vêtements autour des moustiques, pour ne pas être piqué.
Malheureusment, le maire restait avec le Sous Préfet à San et le Chef de Village à Ségou.

Visite et Réunion

La nuit épuisante avec peu de sommeil a fini à 7h du matin et les matelas étaient  ramené comme la nuit précédente. Un peu fatigué, la rencontre devrait avoir lieu,
pour qu’on puisse arriver à Ségou avant que la nuit tombe.


Vers 10 heures tous les membres du comité ont arrivés et après une courte présentation la réunion a commencé. Maika a repris la communication ici, car elle a un bon français.
Tout le monde a expliqué que la cantine et la communication avec Haby fonctionnent bien et il n’y a pas besoin de changement. La bibliothèque était déjà équipée de deux étagères dans lesquelles les livres étaient bien triés. L’ambulance était de nouveau prête à l’action. Seul le jardin n’était pas dans un bon état, et on ne voyait que quelques plantes misérables. Le protocole sur La Réunion est ici en téléchargement.


Ensuite, le centre de santé a été visitée. L’ambulance a été démontrée et tous les dons
qui ont été ramenés ces dernières années ont également été montrés. Aprés avoir présenté quelques dons, nous sommes allés au jardin d’enfants. Pendant la Réunion on était demandé si on ne connait pas quelqu’un en Allemagne qui souhaite devenir partenaire de du jardin d’enfants. Le personnel et les enfants ont été ravis par le Playmobil apporté.
Finalement, nous avons conduit à l’école pour présenter les choses apportées. Tout le monde était très enthousiastes, en particulier des ordinateurs portables. Quand nous avons fini, nous avons tous mangé ensemble encore et fait pour un rapide.


 

 

 

 

Au revoir encore sur le chemin du retour. Bien que ,malheureusement, nous n’avions pas beaucoup de temps et à cause de la grève nous n’avons rien vu „en action“ à l’école, on a réussit à faire tous qu’on voulait faire. Jusqu’à présent tout était très bien fait par le comité et tout sauf le jardin de l’école était en bonne forme. La réunion était également très constructive. (détails dans le Journal lire).

Nous voulons remercier surtout Bakari Coulibali pour son excellente collaboration et Roberto Dofini pour la gestion de la bibliothèque. Nous voudrions également remercier tous les autres pour le fonctionnement de la cantine.

Note d’Idris Sissoko, qui a traduit cet article pour nous:

Je vous remercie au fond de mon coeur, pour votre engagement en mon pays.  En cas d’urgence, je suis toujours dans votre disposition :

Fangasso – nach 8000 km endlich am Ziel

Nach einer 260 km langen Non-Stopp Fahrt über mittelmäßige Straßen erreichten wir am Mittwoch Fangasso. Unterwegs begegneten uns immer wieder Militärfahrzeuge, die gen Norden fuhren. Mittwochs ist in Fangasso der größte Markt der Region und der Ort quillt über vor Menschen, Fahrzeugen und Pferdegespannen. Lebensmittel, Kleidung, Stoffe, Vieh, Motorräder, Reparaturen aller Art werden feilgeboten und die Menschen aus allen Dörfern reisen an um entweder selbst etwas zu verkaufen oder einzukaufen. Wo sonst kein Auto ist, ist jetzt alles voll und das rege Treiben zieht sich bis in den späten Nachmittag. Danach ist alles wieder wie leergefegt und nichts deutet mehr auf diese Menschenmengen hin.

Da ganz Fangasso mit dem Markt beschäftigt war, gingen wir selbst über diesen, schauten uns um, kauften ein paar Stoffe als Mitbringsel und gingen zurück. Dabei trafen wir auf Bakary (der Stellvertreter des Bürgermeisters) und Roberto (der Schuldirektor), die etwas nervös schienen und erklärten, auch hier sei die Sicherheit von Weißen nicht gewährleistet. So sollten wir, statt im hergerichteten Raum auf dem Gelände des Bürgermeisters, doch lieber heimlich in der neuen Bibliothek schlafen. Unser Auto wurde an einem anderen Ort versteckt. Es hätten zu viele Menschen mitbekommen, dass Weiße in Fangasso sind und das könnte nicht nur für uns gefährlich werden. In der Gegend um Mopti und der Grenzregion von Burkina Faso wäre es zurzeit nicht sicher.

Erste Materialien verteilt

Schnell wurde noch unser Auto entladen und die mitgebrachten Möbel (6 Tische, 2 Sessel, 2 Bürostühle und ein Sitzsack) in die Bibliothek gebracht um endlich eine Übersicht aller weiteren Mitbringsel zu bekommen, denn diese müssen ja noch an die entsprechenden Stationen verteilt werden. Da die Lehrer seit dem 1. Januar im Streik für eine bessere Entlohnung waren, war die Schule wie ausgestorben. In der Kantine wurden noch schnell die Töpfe vermessen, da Gringo ein Angebot von einer Berufsschule erhalten hatte, um effektive Holzkochöfen zu bauen.

 

 

 

Uns wurde zudem angeraten den Besuch zu verkürzen und nur eine Nacht in Fangasso zu bleiben. Ja, leider hat sich die Situation in den letzten Jahren nicht verbessert, sondern eher verschlechtert, denn die marodierenden Gruppen sind auch inzwischen südlich von Mopti aktiv.

Bau der Schulbiliothek hat begonnen

Manchmal muss man einfach nur etwas Geduld mitbringen, denn nach einigen Kontaktversuchen mittels Mail, Brief und Telefon zu allen Beteiligten kam lange keine Antwort.

Bibliothek im Bau – Krankenwagen zwecks Reparatur in San

Die Schulbibliothek

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Die Bibliothek, das älteste Schulgebäude

Doch heute war es soweit und uns erreichten die ersten Fotos vom Bau der Bibliothek. Eine Wand ist schon ersetzt worden, die anderen werden gerade restauriert und demnächst kann das Dach schon drauf. So sind wir jetzt guter Hoffnung, dass bis Ende nächster Woche der Bau fertiggestellt werden kann.

Der Bürgermeister hält sein Versprechen – Toyota Krankenwagen in San zwecks Reparatur

Seit über einem Jahr steht der Toyota Krankenwagen mit einem Zylinderkopfschaden im Centre de Sante  und konnte nicht mehr genutzt werden. Bei unserem letzten Besuch erklärte der neue Bürgermeister (Batri Dena), dass dies eine Schande ist und er sich für eine Reparatur einsetzen würde.

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Der 2013 übergebene Toyota

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Unterstützung per Handschlag

 

 

 

 

 

 

Dies hat er nun getan und das Fahrzeug in eine Werkstatt der 70 km entfernten Stadt San schleppen lassen. Jetzt warten wir auf die Diagnose und den Kostenvoranschlag. Gerne beteiligen wir uns an den Kosten um endlich wieder Kranke und Schwangere befördern zu können.

 

Fahrt gestartet – Auftrag Bibliothek vergeben

Agurain, 14.01.2017

Nach einigen Verzögerungen konnte nun die Fahrt nach Fangasso endlich losgehen. Durch Sturm und Schnee wurde die Fahrt länger und anstrengender als üblich und machte eine sehr kalte Übernachtung hinter Paris notwendig. Doch nun sind die ersten 1.680 Kilometer geschafft und wie üblich wurden wir bei Mecki im Baskenland sehr freundlich aufgenommen. Am Sonntag geht es weiter nach Algeciras um dann am Montag nach Marokko überzusetzen.

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Auftrag zur Sanierung des Schulgebäudes Vergeben – Bibliothek wird gebaut

Nachdem die Zusage über 3.000 Euro vom Göttinger Verein Sonnenfahrt eingegangen ist, konnte nun auch die Sanierung des ältesten Schulgebäudes in Fangasso in Auftrag gegeben werden. Den Auftrag wir, wie schon die Kantine, Lakami übernehmen, der uns bei den Baukosten um 7% entgegen gekommen ist. Die Kosten werden nun 3.660 Euro betragen und mit den bisherigen Erfahrungen beim Bau der Kantine können wir davon ausgehen, dass diese auch nicht überschritten werden.

Schulkantine fristgerecht fertiggestellt – Einweihung im Januar

Fangasso 17.12.2016

Nach nur zweieinhalb Monaten Bauzeit konnte die Schulkantine in Fangasso in Rekordzeit fertiggestellt werden. Die Kommunikation zwischen Bauunternehmer, APA-Mali, ACO-Deutschland und dem Dorfkomitee war zwar anstrengend, doch alle beteiligten Parteien arbeiteten vorbildhaft zusammen. Auch das Wetter spielte mit, so dass hier ebenfalls keine Verzögerungen eintraten.

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Allerdings waren auch einige Änderungen notwendig geworden. Aus Feuerschutzgründen wurde auf Holzmaterialien verzichtet und das gesamte Gebäude musste aus massiven Steinen gebaut werden, woran sich dann hoffentlich auch die dort beheimateten Termiten die Zähne ausbeißen. Ein zusätzlicher Ringanker wurde ebenfalls verbaut um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten.

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Auch die Fenster und Türen mussten modifiziert werden und wurden mit kräftigen Insektennetzen versehen, damit diese und andere Nager nicht an die Vorräte gelangen können. Alles zusammen ergab Mehrkosten von 830.000 CFA, die aber langfristig gut angelegt sind. Einen herzlichen Dank für die Fotodokumentation an Bakary Coulibaly aus Fangasso.

Doch jetzt sind alle froh es geschafft zu haben und wir freuen uns auf die feierliche Einweihung im Januar.

Bericht Besuch Fangasso und Bamako vom 24.01. bis 01.02.2015

Am 24.01.2015 fuhren Johannes Albers und Nike Dieterich vom Verein africa-co-operation e.V. nach Fangasso. Am Lycée de San wurde kurz gehalten und der anwesende Lehrer und Wächter nach den zugesandten Druckern befragt ob diese dort angekommen sind. Beide erklärten, dass keine Drucker in San angekommen sind. Bei der Rückfahrt soll geklärt werden, wo diese verblieben sind.

Ankunft in Fangasso ca. 15 Uhr: Einrichtung des Raumes mit Matratzen und Moskitonetzen, erster Rundgang im Schulgarten, Gespräche mit Zoura Kamaté (Bürgermeister). Im Laufe des Abends kamen zwei Soldaten, die für zwei Wochen in Fangasso stationiert sind. Es soll Unruhen gegeben haben und die Sicherheitslage ist nicht eindeutig. Vom Verein wurde beschlossen den Besuch so kurz und effektiv wie möglich zu gestalten, um keine Risiken einzugehen.

Am 25.01. wurde die Krankenstation besucht: Der Krankenwagen (Toyota) ist seit neun Monaten defekt, sechs Krankenhausbetten und zwei Tragen sind angekommen. (Tragen stammen nicht von uns) Besuch beim Dorfchef Baba Kamaté, dem Muezzin, Mama Kamaté und Interview mit Zoura Kamaté, dem Bürgermeister. Die am Vortag beschlossene Versammlung begann um 15 Uhr und endete gegen 18 Uhr.

Gesprochenen Personen und Anwesenheitsliste der Besprechung der Zusammenarbeit

Name Funktion Wohnort Teilnahme
Nike Dieterich Africa-co-operation   e.V. Mainz Ja
Johannes   Albers Africa-co-operation   e.V. Göttingen Ja
Zoura   Kamaté Bürgermeister   Fangasso Fangasso Ja
Dr  Mama   Kamaté Universität Bamako Fangasso   / Bamako Ja
Adama   Kamaté Komitée   Centre de Sante Fangasso Ja
Alfred   Kamaté Komitée   Schulgarten Fangasso Ja
Bakary   Coulibali 1. Sekretär Fangasso Fangasso Ja
Dofini Dambare Direktor der Schule Fangasso Ja
Amidou Traore   Fangasso Ja
Zoumana Kamaté   Fangasso Ja
Samou Diarra   Fangasso Ja
Sounkalo Dembele   Fangasso Ja
Baba Kamaté Chef de Village Fangasso nein

Ergebnisse der Réunion, Anwesenheitsliste siehe oben:

Nach einer Vorstellungsrunde zeigte sich, dass vom offiziellen Komitée nur noch wenige Personen in Fangasso sind. Es ist eine Neugründung notwendig. Dies soll geschehen und dort werden die Verantwortlichen bestimmt. Personen wie z.B. Bürgermeister, Dorfchef, Sou Prefect, dürfen nur als Supervisor auftreten. Der Kantinenplan und die Kosten hierfür wurden von Johannes Albers vorgestellt. Im ersten Anlauf wurde die Kantine abgelehnt, da sie zu klein sei und für zu wenig Schüler ausreiche. Außerdem wurde ein alternatives Bauunternehmen vorgeschlagen. Es wurde zu bedenken gegeben, dass, falls doch mehr Schüler dort versorgt werden sollten, dies in Etappen und auf eigene Kosten geschehen könnte.
Nike und Johannes verließen daraufhin die Versammlung um dem Komitee Zeit zur Diskussion zu geben. Nach Rückkehr nach ca. 30 Min. wurde mitgeteilt, dass alle vorgeschlagenen Bedingungen akzeptiert werden, da sie selbst kein Bauunternehmen aus der Region kennen, das diese Arbeiten zu äquivalenten Konditionen ausführen kann. Des Weiteren können sie selbst keine finanziellen Mittel beisteuern. Daher wurden die unten aufgeführten  Bedingungen gemeinsam erörtert und beschlossen. Der Umrechnungskurs: 1 Euro = 650 CFA

Alle Nahrungsmittel müssen vom wöchentlich stattfindenden Markt Vorort oder dem Schulgarten stammen. So werden Transportkosten vermieden. Die Markt-Preise für Hirse und Reis wurden mit 10.000 und 20.000 CFA je 50 kg angegeben. Gemüse muss nur in der Zeit, in der der Garten keine Erträge bringt, zugekauft werden. Folgende Kalkulation wurde gemeinsam erörtert und als realistisch angesehen:

Menge

Position

CFA/Monat

CFA/a

CFA/Repas

Euro/a

1

Chef de cantine

30.000

300.000

14,3

462

1

Chef de cuisine

25.000

250.000

11,9

385

4

Köchinnen

20.000

800.000

38,1

1231

  Kosten   Personal Gesamt

75.000

1.350.000

64,3

2.077

3

Köchinnen (angepasste   Kalkulation)

20.000

600.000

54,6

1.770

Nach der angepassten Kalkulation nach den Informationen von PAM sind mit 1.770 Euro Folgekosten zu rechnen, da der Personalaufwand (4 Köchinnen) zu hoch berechnet wurde.

Es soll eine Mahlzeit (z.B. 250g Reis/Hirse, 50g Gemüse, 20g Öl)  je Schultag auf 100 Schüler geben. Voraussichtliche Kosten 200- 250 CFA / je Mahlzeit inklusive der Personalkosten.

Kosten Mahlzeit

Menge

Schüler

Tage /Monat

Monate

CFA/a

€/a

220   CFA

250   g

100

20

10

4.400.000

6.770

165 CFA

150 g

100

20

10

2.368.667

3.650

Nach der ersten Kalkulation war mit ca. 6.770 Euro jährlichen Kosten sowie Rücklagen von 4- 5 % der Baukosten (ca. 550 €) zu rechnen. Auch hier waren die Mengen mit 250g zu hoch angegeben. Lt. PAM werden lediglich 150g Grundnahrungsmittel je Mahlzeit benötigt. Daher reduzieren sich die Ausgaben auf 3.650 Euro je Jahr. Insgesamt sind mit Gesamtfolgekosten von ca. 6.000 Euro im Jahr zu rechnen.

 

CFA

Euro

Kosten Mahlzeiten/a

2.368.667

3.644

Kosten Personal/a

1.150.000

1.769

Kosten Rücklage/a

350.000

538

Kosten Sonst./a

180.000

277

Gesamtkosten/a

3.868.667

5.952

Das Dorfkomitée einigt sich auf einen Verantwortlichen für den Bau der Kantine (wir werden per Mail informiert). Es wird eine Stellenbeschreibung geben und die Eignung des Personals geprüft. Es sollen ausschließlich Frauen beschäftigt werden. Um für hiesige Verhältnisse eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, wird erwogen mit PAM in Verbindung zu treten um einen Speiseplan erstellen zu können.

Es wurden 3 Kostenvoranschläge eingeholt. Kostenvoranschläge Kantine:

Firma

Myriado   Bamako

Zoumana   Coulibali San

Kirango   Markala San

Total CFA

6.503.200

6.901.327

7.710.000

Total Euro

10.005

10.617

11.862

Zu klären ist die Energieart der Kochstelle. Die PAM nutzt Holz, doch dies ist nicht anzuraten, da dann die Abholzung der Umgebung fortgeführt wird. Folgende Alternativen sollten einbezogen werden

  1. Holzvergaseröfen (Holzeinsparung bis zu 60%)
  2. Pyrolyseofen (Holzeinsparung bis zu 60% sowie Herstellung von      Pflanzenkohle zur Verbesserung der Bodenqualität des Schulgartens)
  3. Gasherd (Keine Abholzung)

Die Kosten und die Handhabung hierzu müssen noch ermittelt werden.

Weitere Punkte:

  • Der Krankenwagen wurde bereits für 300.000 CFA repariert (Zylinderkopf wurde ausgetauscht) – allerdings ist er weiterhin nicht Nutzbar. Festgestellte Defekte des Fahrzeugs: Batterie, Dieselleitung und Überhitzung des Motors. Die Krankenstation holt ein Angebot zur Reparatur des Krankenwagens ein, schickt diese bis zum 1.3.16 per Mail an uns (Kosten geschätzt ca. 350 €)
  • Die Kantine wird nach dem vorliegenden Plan gebaut (Kann eventuell ein größerer Wasserspeicher für den Schulgarten eingeplant werden?)
  • Der Schuldirektor schickt einen Kostenvoranschlag zum Aufbau einer kleinen Bibliothek für die 500 angelieferten Bücher. Hierfür müssen an einem bestehenden Gebäude folgende Arbeiten erledigt werden: Ausräumen und aufräumen, Türen und Fenster verschließbar machen, 2 Regale kaufen, Liste der Bücher erstellen, Ausgabe- und Rückgabesystem aufbauen.
  • Da in den meisten Klassenräumen über 100 Schüler untergebracht sind, wird erwogen, jemanden zu finden (evtl. ein anderer Verein), der versucht, eventuell ein weiteres Schulgebäude finanzieren und bauen zu können. Der Schuldirektor soll hierzu eine Zustandsbeschreibung zusenden. Außerdem wurde ein Interview geführt. Weiterhin sollen folgende Zahlen geliefert werden: Zugang Schüler, Abgang Schüler – mit und ohne Abschluss (pro Jahr).
  • Der 2015 gelieferte Laptop mit Solaranlage kann für die Bibliothek und für die Buchführung der Kantine genutzt werden.
  • Am Folgetag, dem 26.01.2015 wurde der Kindergarten besucht und eine Spende von 10.000 CFA übergeben. Zudem wurden noch der ausstehende Lohn des Gärtners (6 Monate) sowie die Folgemonate bis Juli 2016 (6 Monate) 370 Euro gegen Quittung an Alfred Kamate übergeben. Des Weiteren wurden Gespräche und Interviews mit dem Schuldirektor, Zoura Kamaté und Adama Kamaté geführt. Gegen 15:15 Uhr verließen wir Fangasso mit dem Ziel Ségou.
  • Meetings und Gespräche mit der Welthungerhilfe, PAM und der Deutschen Botschaft

Johannes Albers, 21.02.2016