Labdoo sammelt und versendet Computer und Laptops für Schulen und andere Non Profit Organisationen

labdooLabdoo ist eine gemeinnützige NGO, welche mit IT-Spenden Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland einen Zugang zu IT und Bildung ermöglicht. Gespendete Laptops werden wiederaufbereitet und mit Lernsoftware ausgestattet bevor sie CO2-neutral zu Schulprojekten transportiert werden. Hier wird nicht nur Bildung gefördert, sondern auch an die Umwelt gedacht.

Das finden wir richtig gut und haben uns dort angemeldet, denn unsere Schulbibliothek soll ja mit Laptops ausgerüstet werden. Bei dem ganzen Prozess wurden wir schnell und freundlich unterstützt. Das war eine richtig gute Erfahrung. Wir werden Lapdoo unterstützen weitere Firmen als IT Spender zu finden, denn das ist eine optimale Lösung.

Danke Lapdoo und ganz speziell Herrn Ralf Hamm

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Das Festprogramm zur Eröffnung der Kantine

Am Morgen des nächsten Tages wurde zum Fußball geladen, denn in den neuen Trikots und mit den Bällen konnten die Jugendlichen aus Fangasso mal ihrer Fußballqualitäten zeigen. Team Deutschland und Team Spanien lieferten ein sehr spannendes und faires Spiel, das mit  3:1. endete. Ich glaube sie wollten uns damit eine kleine Freude machen. Ein Video über diese Begegnung wird demnächst auf Facebook veröffentlicht, denn bewegende Bilder geben einen besseren Eindruck.

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Die Schüler als Zuschauer

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Die Ehrengäste

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Spannende Zweikämpfe

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Fairplay

Danach kamen alle auf dem Schulhof zusammen, wo die  Eröffnungsreden gehalten wurden. Hier wurde betont, wie wichtig diese Partnerschaft für die Bildung und die Entwicklung von Fangasso ist. Da konnten wir nur noch zustimmen. Währen der Reden  und dem folgenden Musik und Tanzprogramm, wurde schon eifrig mit dem neuen Equipment das Essen für 150 Personen vorbereitet.

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Der Dorfchef Baba und Bakary Coulibaly

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Der Sousprefect

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Haby Dembele mit dem Dorfchef

 

 

Die Versammlung – die gemeinsame Übereinkunft

Nachdem das Equipment und die Nahrungsmittel der Kantine übergeben worden sind, wurde nach kurzer Pause die Versammlung einberufen. Hier zeigte sich, dass sich die gute Vorbereitung gelohnt hatte, denn die Diskussionen verliefen sehr fruchtbar und es waren nur noch wenige offene Punkte zu klären.

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Die Ergebnisse:

Bakary Coulibaly wird die monatlichen Zahlungen für das Personal und der Nahrungsmittel entgegennehmen, die er dann an den Kantinenmanager weiterleitet. Der Kantinenmanager ist für die Auszahlung der Gehälter, des Einkaufs, der Lagerhaltung, der Instandhaltung und für die Buchführung verantwortlich. Die Grundnahrungsmittel werden monatlich aus San angeliefert, Gemüse und andere frisch benötigten Zutaten werden vom Garten oder vom Markt in Fangasso zugekauft. Die Küchenchefin ist für einen reibungslosen Ablauf der Essenszubereitung und Ausgabe verantwortlich.

Kantinenmanager: Seydou Kamate (30.000 CFA/M)
Küchenchefin: Colette Dakono (25.000 CFA/M)
Die Köchinnen: Bernadette Coulibaly, Waba Diarra, Fatoumata Thesa,  Fattoumata Kamate (10.000 CFA/M + Essen für ihre Familienangehörigen)
Die Position des Gärtners / Wächters (20.000 CFA/M) wird neu besetzt

Alle Anwesenden stimmten diesen Vorschlägen zu und es wurde für den kommenden Tag vereinbart, dass es ein kurzes Fußballspiel in den mitgebrachten Trikots geben wird. Zusätzlich soll das erste Essen für mindestens 100 Personen gekocht werden, um zu sehen wie dies funktioniert.

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Empfang in Fangasso – Nach 8.000 km Fahrt endlich am Ziel

Die Fahrt nach Fangasso musste in zwei Etappen erfolgen, da wir sonst in die Dunkelheit gekommen wären. Die Straße bis Segou war nagelneu und hatte lediglich eine kurze staubige Umleitung. Gegen frühen Abend wurde San erreicht und es wurde bei Verwandten von Haby übernachtet.

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Gleich am nächsten Morgen legten wir die letzten 75 km bis Fangasso zurück, wo uns die Schüler, Lehrer und die Honoratioren Fangassos einen unvergessenen Empfang bescherten. Über 1000 Menschen begrüßten uns singend und klatschend während der Einfahrt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Nach kurzer Begrüßungszeremonie wurde uns ein Ablaufprotokoll übergeben und wir besichtigten die Kantine, den Schulgarten, die Baustelle der Bibliothek und das Centre de Sante. Die Schulkantine sah bestens aus und alles war wie beschrieben, im Garten wuchs jedoch diesmal wenig, was mit fehlendem Wasser und mit einem gierigen Ziegenbock erklärt wurde, der über den Zaun gesprungen war. Auch unsere vor 4 Jahren überführte Ambulance fristete ein eher jämmerliches Dasein auf drei Rädern.

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Doch der neu gewählte Bürgermeister erklärte, er werde sich jetzt persönlich für eine Reparatur des Fahrzeugs einsetzen. Nach Übergabe der mitgeführten Untersuchungsbank und anderer kleiner Materialien ging es zurück zur Kantine wo schon das Komitee zusammengekommen war.

Jetzt ging es daran, eine für alle Parteien tragbaren und nachhaltigen Kompromiss, zum dauerhaften Betrieb der Kantine zu finden.

Arbeiten in Bamako erledigt – Morgen geht es Richtung Fangasso

Nach 3 Tagen in Bamako sind wir zu Haby gezogen um mit ihr klären, was für den Betrieb der Schulkantine benötigt wird. Haby hat hier vor Ort für uns die Organisation übernommen und sowohl Equipmment als auch Grundnahrungsmittel gekauft. All das werden wir jetzt nach Fangasso transportieren.

AnlieferungMorgen wird es also losgehen und wir sind gespannt, ob unsere Pläne aufgehen. Am ersten Tag werden wir mit dem Kommitee alle offenen Fragen abklären. Am nächsten Tag, Samstag, wird es die Eröffnung mit den ersten Mahzeiten geben. Es wird für 100 Personen Essen gekocht und alle Anwesenden sind eingeladen. Mal sehen, ob das alles auch so klappt. So kann auch gleich festgestellt werden, ob für den künftigen Großküchenbetrieb noch etwas fehlt.
Es ist immer wieder eine Herausforderung so etwas zu organisieren und ohne  die Hilfe von Haby wäre dies ein noch wesentlich schwieriger.

EquippmentLebensmittel

Nach Zwischenstop in Kolokani Bamako erreicht

Die Grenzformalitäten auf malischer Seite zogen sich bis in den nächsten Tag, denn wir mussten auf dem extrem staubigen Zollhof übernachten und jeder neu ankommende LKW wirbelte diesen erneut auf. Um 13 Uhr hatten wir dann endlich das ersehnte Laisser Passer in der Hand. Jetzt noch zur Police und das Dokumenont abstempeln lassen, Telefon Karte kaufen und Geld wechseln in Nioro und es konnte endlich weiter gehen.  Auf dem Weg nach Diema gab es dann eine außergewöhnliche Begegnung mit Lakami, dem Bauunternehmer, der die Kantine in Fangasso gebaut hatte. Er war auf dem Weg nach Nioro und kam uns entgegen. 20170126_145616

Nach ca. 200 km wurde die Strasse jedoch zur Lochpiste und unsere Reisegeschwindigkeit verringerte sich auf max. 40 km/h, so dass es nicht mehr möglich war Bamako zu erreichen. Selbst Kolokani erreichten wir erst bei Dunkelheit. Allerdings war es schwierig eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Die Auberge Baobab gab es nicht mehr und eine alte aber sehr nette Auberge konnte nur mittels Hilfe eines Einheimischen gefunden werden.

Nach ruhiger Nacht wurde Bamako am nächsten Tag erreicht. Alle günstigen Hotels waren am Wochenende ausgebucht, allerdings kamen wir noch im Africa Hawa (klein aber sehr nett) unter.

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Unterkunft in Kolokani

Garten

Garten mit Neudorff Wildkräutern in Bamako

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp für Mali: Visa in Nouakchott holen, da es an der Grenze nicht mehr möglich ist, nicht nach 14 Uhr einreisen, sonst ist eine Übernachtung bei Zoll unumgänglich, Kosten Laissez Passer (1 Monat) 5.000 CFA, Telefonkarte an der Grenze 3000 CFA in Nioro 1000, CFA mit Einrichtung Internet, Geschwindigkeit gut, WIFI in Hotels extrem langsam, Versicherung fürs Auto für mehrere Länder möglich.

Der Fortschritt fordert seinen Tribut

Die ersten 600 km bis Kiffa waren langwierig und das Hotel Phare de Desert wurde bei Dunkelheit erreicht. Leider gab es kaum Wasser und die Zimmer waren für einen stolzen Preis von 10.000 Ogia sehr dreckig.

20170126_154849Von den nächsten 400 km zur malischen Grenze, die wir am nächsten Tag in Angriff nahmen, waren 300 km gute Straße, die ihren Tribut zollten. Unzählige Kadaver Ziegen, Kühen, Eseln und vereinzelt auch Kamele säumten den Straßenrand. Diese erübrigten sich sofort, da wo die Schlaglochpiste wieder anfing und nur noch langsam gefahren werden konnte.Auch können die schwer beladenen LKW nicht bremsen und fahren dann hupend durch die Herde.DSCF3312

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Am schnellsten fahren jedoch die Busse, die alles an die Seite drängen und die Geschwindigkeit kaum drosseln.

Allerdings zeugten auch viele Wracks von fehlgeleiten Überholmanövern. An der mauretanischen Grenze in Gougi verlief die Abfertigung schnell, freundlich und problemlos, so dass der malische Grenzposten am späten Nachmittag erreicht wurde.

WrackPiste