Spät im Dunkeln kamen wir vom Not-Einkauf zurück aus San. Nach nem kurzen Snack (reichte für mindesten 4 Personen), den die Frau des Bürgermeisters bereitgestellt hatte ging es unter die Eimerdusche. Danach saß Komiteemitglied Alfred schon da und hatte reichlich Essen mit gebracht. So viel kann kein Mensch essen!
Hier ist man höchsten zum Schlafen allein und immer umringt von Menschen. Nachts um 23 Uhr ging der letzte Gast und ermöglichte eine kurze Verschnaufpause. Übrigens, auch das Frühstück ist wie Mittag oder Abendessen: immer warm mit Fleisch und von allem deutlich mehr als reichlich. Zum Glück war die Hitzewelle gerade vorbei und es ging nicht über Körpertemperatur.
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Schule Fangasso: Installation der Solaranlage
Es gab wenig Zeit und viel zu tun, daher ging es noch am selben Tag zusammen mit dem Komitee weiter in die Schule.
Erst mussten alle Teile zusammengesucht werden, was erst nach der Entladung der ausladenden Behandlungsbank möglich war.
Zuerst wurde das Dach inspiziert, welches sich als so instabil erwies, daß es jederzeit nachzugeben drohte. So wurde entschieden, das Panel erst mal auf den Boden zu platzieren und es über nacht wieder einzuschließen.
Das mitgebrachte Notebook wurde angeschlossen, Drucker, Scanner und Internetstick installiert, alles auf französisch eingestellt. Dabei stellte sich heraus. daß das Netzteil einen Fehler hatte und nicht auflud. In Bamako hatte noch alles funktioniert.
Kurz entschlossen wurde mit dem Komiteemitglied Adama eine Fahrt in die 75 km weit entfernte Provinzhauptstadt San angetreten und ein neues Netzteil besorgt. Und einen Fußball gleich dazu, denn der vom letzten Jahr war kaputt gegangen und die Jungs aus der Nachbarschaft der Unterkunft konnten nicht mehr spielen.
Besuch des Centre de Sante
Am nächsten Tag wurde nach einem Treffen mit dem Komitee das Centre de Sante besucht. Von 6 per Container verschickten Krankenhausbetten waren nur 3 angekommen, der Rest stimmte aber so in etwa.
Allerdings stellte sich heraus, dass in der Nacht versucht wurde in die Apotheke einzubrechen
und umfangreiche Ermittlungsarbeiten begannen. Der Sous Préfet hatte nun reichlich zu tun und befragte u. a. den Nachtwächter. Dieser hatte nichts mitbekommen und außer einer verbogenen Tür war nichts zu sehen. Alles noch da, der Einbrecher hatte kein Glück gehabt und die Ermittlungsarbeiten werden wohl sprichwörtlich „im Sande“ verlaufen.
Die mitgebrachte gynäkologische Behandlungsbank wurde nun ausgeladen und eingestellt. Sie wog bestimmt über 120 kg und war allein nicht zu bewegen. Zum Glück war sie gut verzurrt, denn spätestens auf den Pisten wäre sie durch den Bus geflogen. Alles funktionierte einwandfrei, sodaß alle sehr zufrieden waren und feststellten, daß die so ein gutes Stück nicht mal im Kreiskrankenhaus von Tominian haben. Herzlichen Dank dafür an Dietmar und dem Weender Krankenhaus!
Grüne Reihen im Schulgarten
Nachdem die Teezeremonie beendet war wurde als erstes der Schulgarten besichtigt. Tomaten, Zwiebeln, Zucchini und Chili reihen sich dort. Der Salat war gesät, aber noch nicht gekommen.
Gedüngt wurde mit Pferdemist und sogleich wurden die Schulkinder vom Französischlehrer aufgefordert die Pflanzen zu wässern, was diese auch sofort taten. Alle Gießkannen – in San gefertigt – hatten bereits Löcher, sodaß auf dem Weg zum Beet eine Menge daneben floss. Hätten damals doch die chinesischen Plastikkannen genommen. Aber wir wollten ja auch die einheimische Wirtschaft stützen.
Ein grosser Schritt: die Vermessung der Kantine

Vereinbarung erarbeitet und unterzeichnet, Platz ausgesucht und vermessen – allemal ein Anlass für ein Festmahl
Die ursprüngliche Plan des Vereins africa-co-operation (a-c-o e.V.) ist der Bau einer Schulkantine in Fangasso. Das Versprechen dazu gab es schon beim letzten Besuch im Februar 2014, gebunden an die Zusage des Komitees, die Verantwortung der Pflege sowohl von Schulgarten als auch Krankenwagen zu übernehmen. Diverse Vereinbarungen waren schriftlich fixiert und Gelder an die entsprechend Verantwortlichen des Komitees übergeben worden.
Heute konnte sich der Vorstandsvorsitzende Albers ein weiteres mal persönlich von der hervorragenden Arbeit des Konitees überzeugen: alle Angaben und Ausgaben waren ordnungsgemäß eingetragen und gebucht.
So konnte die Absichtserklärung zum Bau der Schulkantine schriftlich fixiert und von allen wichtigen Vertretern unterschrieben werden. Gleich darauf wurde gemeinsam der beste Platz ausgewählt und abgesteckt.
Die Finanzierung des Bauvorhabens ist über Spendengelder des Verein und Mitteln aus dem deutschen Fond für Entwicklungszusammenarbeit geplant. Für Letzteres ist ein Termin mit der deutschen Botschaft in Bamako nötig, denn dort können Fördermittel für Kleinstprojekte beantragt werden.
Zum Abschluss wurden wieder 2 Hühner präsentiert, die es am nächsten Tag als Festmahl geben sollte.
Besuch im Kindergarten

Der Göttinger Paketdienst ist da: in der Montur eines australischen Postboten sorgt Mali-Fahrer Albers für die Geschenk-Verteilung
Selbstverständlich gehört ein Besuch des örtlichen Kindergartens zum Pflichtprogramm. Immer mit dabei: Mitglieder des Komitees. In den Räumen des Jugendzentrums werden über hundert Kinder ehrenamtlich von 4 Frauen betreut.
Schon beim Betreten des Grundstücks kam Freude auf: das schwere Eingangstor, welches noch letztes Jahr drohte auf die Kleinen zu fallen, war – wie von uns vertraglich festgelegt und mit einer Spende finanziert – wieder instand gesetzt worden.
Im Container, der im September verschifft wurde, waren ein paar Spielsachen für den Kindergarten beigepackt worden. Leider war nicht alles angekommen. Die Plüschtiere waren jedoch da und die Ambulance hatte noch zahlreiche andere Dinge geladen, die Kinderaugen leuchten lassen: Malhefte, Buntstifte, Luftballons, Seifenblasen, ein Beachball der Fa. Neudorff und andere Dinge, die Anke aus Hannover dankenswerterweise eingepackt hatte. Besonders die Ballons machten viel Spaß.
Ein zwar kurzer, aber sehr amüsanter Besuch, den sich Alfred bemühte fotrografisch fest zu halten.
Pflanzaktion in der Schule – Essbare Blüten bringen Farbe in den Garten
Drei Säcke Neudohum Blumenerde waren 7.600 km bis nach Fangasso mitgereist. Mit einer gemeinsamen Pflanzaktion essbarer Blüten, neu im Programm von Neudorff, soll eine Erinnerung bleiben. Der Schuldirektor für die Klassen 1-4, Barnabasse Dembele, Adama Kamate vom Komitee des Centre de Sante, sowie Alfred vom Komitee des Schulgartens waren sofort Feuer und Flamme. Interessiert wurde dies in der Pause den Schülern beobachtet. Das Centre de Sante und die Verwaltung erhielten ebenfalls je ein Planzkit zur Aussaat. Hoffentlich gedeiht dies besser als die Sonnenblumen letztes Jahr. Es ist eben nicht möglich alles 1 zu 1 zu übernehmen. Das Klima und die Sonne sind doch ganz anders.
Fangasso erreicht
Morgens, nach einer Nacht mit Air Condition in Segou, waren die letzten 280 km zu nehmen. Jetzt musste wieder Schlangenline gefahren werden, um den vielen Schlaglöchern auszuweichen. Manche sind so tief, da reißt es alles auseinander, wenn man zu schnell hinein gerät. Auch die vielen und extrem hohen, nicht markierten Gendarm Couche (Verkehrsberuhiger) durften nicht übersehen werden, was zum teil unmöglich ist. Viele Autos hatten hier schon so ihr Ende gefunden und lagen total zerstört am Straßenrand.
Mit Handzeichen und Lichthupe ging es ohne Stopp und ohne Papiere durch Polizeikontrollen und Mautstellen. Eine Ambulance unterwegs! Seit Ebola hat das einen anderen Stellenwert.
Jetzt war nur noch die Piste die nach Fangasso zu finden. War der Orientierungssinn im Großstadtdschungel von Bamako noch überfordert gewesen, zeigte er sich im Busch von seiner besten Seite: um 15:00 Uhr war Fangasso in Sicht. 7.800 km waren geschafft!
Erste Sachspenden in Bamako übergeben
Am 12.02.15 wurden die ersten Sachspenden des Fördervereins Kolokani an Yacuba Simbe übergeben. 600 Brillen haben den vielen Erschütterungen überstanden. Herr Simbe transportiert diese per Motorrad weiter nach Kolokani.
Jetzt geht es bald zum nächsten Ort mit der Hoffnung, dort alles genauso heile anliefern und aufbauen zu können.
Dank an die vielen Helfer von unterwegs!
Erste Etappe genommen
Nach dem Start in Göttingen sind nun die ersten 1710 km der Gesamtroute genommen worden. Das Wetter war miserabel Sturm, Regen und Schnee zollten seinen Tribut. So brauchte die Strecke 26 Stunden. Kleine Unstimmigkeiten zwischen Fahrzeug und Fahrer taten ihr übriges.
er Fahrzeug-Check und Räumaktion musste so in der Parkgarage des Supermarktes durchgeführt werden. Morgen geht es weiter nach Algeciras.






























