Alarmierende Ernährungslage im Norden von Mali

24.07.2013, Bern/Genf – Die Ernährungssituation im Norden von Mali und besonders in der Stadt Gao ist alarmierend. Laut einer Untersuchung, die Malis Gesundheitsministerium und die UNO am Mittwoch publizierten, ist das Leben von zahlreichen Kindern bedroht
Bereits 13,5 Prozent der Menschen haben zu wenig zu essen. Erstmals seit dem Ausbruch der Krise im vergangenen Jahr wurde die Ernährung und die Sterblichkeit in der vom Konflikt betroffenen Region untersucht.

Die Studie zeigt, dass für die Schwächsten der Gesellschaft die Versorgung mit Lebensmitteln extrem kritisch ist. «Man muss jetzt aktiv werden um nicht Kinder sterben zu lassen, die hätten gerettet werden können und um neuen Fällen vorzubeugen», sagte David Gressly, Koordinator der Humanitären Hilfe in Mali nach einem Besuch in Gao.
http://www.blick.ch/news/ausland/alarmierende-ernaehrungslage-im-norden-von-mali-id2383420.html

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Blog angegriffen – a-c-o e.V. wehrt ab

Göttingen – Weißrussland, 20.07.2013

Manchmal lohnt es sich die Statistik anzusehen, denn die zeigt ob sich jemand für den Inhalt interessiert. So ist es auch bei unserem Blog. Die Zugriffe schwanken so zwischen 80 und 250 Zugriffen  täglich. Manchmal kann es sogar etwas mehr sein. Doch seit dem 15. Juli gab es Sprünge auf knapp 2000. Statt Freude kam allerdings Skepsis, denn was kann der Grund sein. Bei uns gab es keine spektakulären Enthüllungen wie bei „Wiki Leaks“.

http://www.jurau-die.de/Attac.pdf

 

Hollande bestätigt Tod der französischen Geisel

Der in Mali entführte Franzose Philippe Verdon ist tot. Frankreichs Präsident François Hollande teilte am Montag in einer Erklärung mit, der Tod des Mannes sei „formal bestätigt“. Verdons Leiche werde so schnell wie möglich nach Frankreich gebracht. Eine Autopsie solle die Todesursache klären, fügte Hollande hinzu. „Die für den Tod unseres Landsmannes Verantwortlichen müssen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.“

Bereits am Sonntag hatte das Außenministerium in Paris erklärt, Verdon sei „sehr wahrscheinlich“ tot. Ein Mitglied der staatlichen französischen Ermittlungsgruppe erklärte zudem, dass eine in Mali gefundene Leiche die des Entführten sein könne.
http://www.sueddeutsche.de/politik/entfuehrung-in-mali-hollande-bestaetigt-tod-der-franzoesischen-geisel-1.1722443

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Bettentag

Einen ganzen langenSamstag lang war Dietmar Golla vom Verein Afrika-co-operation mit dem Thema Betten für Mali beschäftigt.
Ein Göttinger Seniorenstift hatte 18 ausgemusterte Krankenbetten plus einiges an Zubehör gespendet. Dies galt es zu sichten, zu laden und einzulagern.
Logistikchef Dietmar Golla hatte bereits am Vortag die Örtlichkeiten inspiziert und anschliessend den LKW des Sponsors „Neudorff“ aus dem knapp 100 km Emmerthal bei Hameln abgeholt, als sich am Samstag, den 06.07. um 11:00 Uhr Freunde und Helfer des Vereins Afrika-co-oporation vor der Tiefgarage des Seniorenstiftes im Friedländer Weg trafen.
Gut 2 Stunden brauchen die sechs Helfer, um Weiterlesen

In Kamerun entführte französische Familie wieder frei

19.04.2013 ·  Aufatmen in Paris: Eine in Kamerun entführte französische Familie ist nicht mehr in den Händen von Islamisten. Die drei Erwachsenen und vier Kinder sind frei. Jetzt sollen sie rasch nach Frankreich kommen.

Nach zwei Monaten Gefangenschaft in der Hand von radikalen Islamisten ist die in Kamerun entführte französische Familie wieder frei. Die drei Erwachsenen und vier Kinder seien in der Nacht zum Freitag den kamerunischen Behörden übergeben worden, hieß es in einer Nachricht der Regierung. Die Franzosen seien „alle in Sicherheit“. Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte die Freilassung in Paris.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/zwei-monate-geiselhaft-in-kamerun-entfuehrte-franzoesische-familie-wieder-frei-12154818.html

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Al Qaeda Africa hostages alive, Hollande says

By RFI    Sunday 23 June 2013           French President François Hollande on Sunday said he believed an Al Qaeda claim that eight European hostages held in north Africa are still alive. Five of the hostages are French.

On a visit to Qatar this weekend Hollande said he had „every reason to believe that the hostages are alive“, and that Paris was „still seeking contacts“ to free them.

But, he added, the government is seeking reliable contacts  and is trying to avoid “intermediaries who put themselves forward and who we know have only come seeking benefits for themselves“.
http://www.english.rfi.fr/africa/20130623-al-qaeda-africa-hostages-alive-hollande-says

 

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Hintergrund Malikonflikt: Drogenhandel

Wenn der Bürgermeister Koks schmuggelt

Er wurde regelmäßig beim Nichtstun gesehen, habe jedoch unschätzbare Reichtümer besessen: Ein Kleinstadt-Bürgermeister in Mali gilt als Schlüsselfigur des globalen Drogenhandels zwischen Europa und Lateinamerika. Der Mann ist jetzt verhaftet worden – doch das Geschäft dürfte auch ohne ihn weitergehen.

Von Tobias Zick

Möglicherweise hat sich die Nachricht unter Europas Kokain-Konsumenten noch nicht herumgesprochen: Der Bürgermeister von Tarkint ist verhaftet worden. Das ist deshalb eine Nachricht wert, weil Baba Ould Cheikh nicht einfach irgendein Kleinstadt-Bürgermeister in der Wüste ist, sondern offenbar eine Schlüsselfigur im Kokainschmuggel zwischen Lateinamerika und Europa. Im Norden Malis jedenfalls Weiterlesen

Hintergrund Mali: Kokainhandel

Malischer Konflikt stört Kokainhandel nach Europa

PARIS (AFP) – 10.03.2013 09:32 – Von Pierre-Marie Giraud
Der Konflikt in Mali stört eine der Kokain-Hauptrouten (durch die Sahel) nach Europa, aber die Drogenhändler haben sich bereits durch Änderung ihrer Routen angepasst, sagen von AFP befragte Experten.
Seit zehn Jahren hat sich Westafrika zu einer Drehscheibe des Kokainhandels von Lateinamerika nach Europa entwickelt, unter Ausnutzung der Armut und der staatlichen Schwäche der Länder in der Region. Drogen kommen mit dem Boot in den Golf von Guinea oder durch direkte Flüge von Venezuela nach Mauretanien oder Mali, bevor sie Weiterlesen

Späte Einigung in Mali

Keystone AP

Markus M. Haefliger, Nairobi

Bei den Gesprächen in der burkinabischen Hauptstadt Ouagadougou zwischen Vertretern der malischen Interimsregierung und Tuareg-Rebellen, die die Stadt Kidal und Teile der gleichnamigen Region im Nordosten des Landes beherrschen, ist am Dienstagabend endlich eine Einigung erzielt worden. Sie enthält einen Waffenstillstand sowie Verpflichtungen, nach denen die Regierungsarmee «schrittweise» im gesamten Norden stationiert wird, während die Rebellen in Feldlager eingewiesen werden. Uno-Generalsekretär Ban, Frankreich und westafrikanische Vermittler begrüssten das Abkommen.

Territoriale Einheit
Die Direktverhandlungen zwischen der Übergangsregierung in Bamako und Tuareg-Rebellen hätten schon vorletztes Wochenende abgeschlossen werden sollen. Aber die Standpunkte blieben lange unvereinbar. Bamako wollte keine Abstriche an seiner Souveränität über das wiederhergestellte nationale Territorium machen; die Unterhändler forderten eine ungehinderte Stationierung der Truppen und die Entwaffnung der Rebellen. Die zwei Rebellengruppen, der Mouvement national de libération de l’Azawad (MNLA) und der Haut conseil pour l’unité de l’Azawad (HCUA), forderten ihrerseits die Aufhebung der gegen ihre Anführer erlassenen Haftbefehle.

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Konzertverbot: Stille in Bamako

DW. Bamako
Weltweit ist Mali für seine Musik bekannt. Doch seit Januar schweigen die Instrumente: Mit dem Ausnahmezustand wurden öffentliche Konzerte verboten – aus Sicherheitsgründen. Viele Musiker kämpfen nun um ihre Existenz.

Salif Keita, Habib Koité, Toumani Diabaté, Bassekou Kouyaté – das ist nur eine kleine Auswahl von Musikern aus Mali, die sich auf der internationalen Bühne einen Namen gemacht haben. Derzeit kann man sie allerdings nur außerhalb ihres Heimatlandes im Konzert sehen: Der Ausnahmezustand, den die Regierung im Januar verhängt hat, verbietet auch Musikaufführungen. Das Sicherheitsrisiko sei zu groß, begründet die Regierung ihre Entscheidung. In der Hauptstadt Bamako, wo sonst täglich Live-Bands auftreten, ist es seither still. Erst kürzlich wurde das Konzertverbot bis zum 5. Juli 2013 verlängert – dann beginnt der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen am 28. Juli 2013.

„Als der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, traf das die Musiker am heftigsten „, sagt Abdoul Wahab Berthe, der den malischen Sänger Habib Koité als Bassist begleitet. „Alles wurde verboten“, erzählt er. Zurzeit gebe es „keine Studioaufnahmen, keine Veranstaltungen – nichts, nichts, nichts.“ Die Musiker leben also von der Hand in den Mund. Deswegen freut sich Abdoul Wahab Berthe über seine Auftritte in Europa. Aber nur die wenigsten malischen Musiker haben die Möglichkeit, ins Ausland auszuweichen.
http://www.dw.de/konzertverbot-stille-in-bamako/a-16895093?maca=de-rss-de-region-afrika-4022-rdf