Späte Einigung in Mali

Keystone AP

Markus M. Haefliger, Nairobi

Bei den Gesprächen in der burkinabischen Hauptstadt Ouagadougou zwischen Vertretern der malischen Interimsregierung und Tuareg-Rebellen, die die Stadt Kidal und Teile der gleichnamigen Region im Nordosten des Landes beherrschen, ist am Dienstagabend endlich eine Einigung erzielt worden. Sie enthält einen Waffenstillstand sowie Verpflichtungen, nach denen die Regierungsarmee «schrittweise» im gesamten Norden stationiert wird, während die Rebellen in Feldlager eingewiesen werden. Uno-Generalsekretär Ban, Frankreich und westafrikanische Vermittler begrüssten das Abkommen.

Territoriale Einheit
Die Direktverhandlungen zwischen der Übergangsregierung in Bamako und Tuareg-Rebellen hätten schon vorletztes Wochenende abgeschlossen werden sollen. Aber die Standpunkte blieben lange unvereinbar. Bamako wollte keine Abstriche an seiner Souveränität über das wiederhergestellte nationale Territorium machen; die Unterhändler forderten eine ungehinderte Stationierung der Truppen und die Entwaffnung der Rebellen. Die zwei Rebellengruppen, der Mouvement national de libération de l’Azawad (MNLA) und der Haut conseil pour l’unité de l’Azawad (HCUA), forderten ihrerseits die Aufhebung der gegen ihre Anführer erlassenen Haftbefehle.

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