Krisenland in Westafrika: Regierung in Mali tritt zurück

Bamako 06.04.2014

Regierungswechsel über Nacht: Im westafrikanischen Mali ist Ministerpräsident Oumar Tatam Ly zurückgetreten. Einen Grund dafür nannte das Präsidialamt nicht. Der Nachfolger steht jedoch bereits fest.

Bamako – Die Regierung des westafrikanischen Krisenlandes Mali ist über Nacht zurückgetreten. Das teilte das Präsidialamt mit. Ein Grund für den Rückzug der bisherigen Regierung unter Oumar Tatam Ly wurde in der Erklärung nicht genannt. Dafür gibt es bereits einen Nachfolger: den ehemaligen Minister für Stadtplanung, Moussa Mara.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/westafrika-regierung-in-mali-tritt-zurueck-a-962847.html

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Ebola-Epidemie: Verdachtsfälle nun auch in Mali

04.04.2014

In Westafrika breitet sich die Seuche Ebola immer weiter aus. Nach Guinea und Liberia ist nun wohl auch Mali betroffen. In dem Land werden drei Verdachtsfälle untersucht.

Bamako – Die westafrikanische Ebola-Epidemie könnte jetzt auch Mali erreicht haben. Es gebe drei Verdachtsfälle, zitierte der französische Sender RFI am Freitag die malischen Gesundheitsbehörden. Die Patienten seien zuvor an der Grenze zwischen Mali und Guinea unterwegs gewesen. In dem Nachbarland war die Seuche vor wenigen Wochen ausgebrochen.

Malians Show Dramatic Leap in Confidence

31 March 2014

Cape Town — The return of democracy and peace to much of Mali has generated a complete turnaround in public confidence in the country’s future, according to a new opinion survey.

Afrobarometer, the leading continent-wide researcher of African public opinion, says that a survey in southern Mali in December 2012 – following a military takeover of the government, the seizure of the north by insurgents, an attack on a civilian president and the arrest of the prime minister – showed that only one in four people believed the country was headed in the right direction.

However, following the recovery of the north from rebels and the holding of parliamentary and presidential elections in 2013, two in three Malians believed a year later they were heading in the right direction.

http://allafrica.com/stories/201403312507.html

 

 

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News aus Fangasso

Fangasso/Mali, 13.02.14

Seit gestern 13.02.14 ist die Kommunikation  mit unseren Freunden in Fangasso direkt via E-Mail möglich. Ein Ort ohne Strom, ohne Autos und ohne fließende Wasserversorgung hat den Sprung in die IT Technologie gefunden. Kommunikation via E-Mail macht den Informationsaustausch  schnell und einfach möglich. Jetzt brauche ich nicht mehr umständlich Briefe per Post nach Fangasso senden.

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Die ersten Fotos von unseren Fotografen Alfred Kamate und Adama Kamate von der Arbeit vor Ort sind eingetroffen. So wurde das Gartentor geschweißt und eingebaut, der Garten per Pferd und Pflug umgegraben, der Boden von den Schülern bearbeitet und die Saat ausgebracht.

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Danach wurde per Motorpumpe die erste Bewässerung vorgenommen. Jetzt sprießt es und die ersten kleinen grünen Pflänzchen sind zu sehen.

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Großes Lob gebührt dem Komitee,  Lehrern, Schülern und dem Bürgermeister diese Herausforderung geschafft und alle Zusagen eingehalten zu haben. Wir werden sie gerne weiter unterstützen.

Danke euch allen in Fangasso für die geleistete Arbeit und diese  Fotos.

Bamako – Deutschland, chaotisch aber erfolgreich

In Bamako stand noch ein Besuch der Deutschen Botschaft auf dem Programm. Hier sollte der Export der PV Anlage mit einem Stempel besiegelt werden. Was sich einfach anhört, ist allerdings nicht so. Erst ungewiss, ob wir überhaupt eingelassen werden, da vorher kein Termin vereinbart wurde, kam es doch noch anders. Der erste Sekretär war recht verständnisvoll und erklärte den Ablauf und nach einer Gebühr von 16.500 CFA konnten wir den Antrag dort lassen um die fehlende Originalrechnung nachzureichen.

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Danach stand noch eine Deutschstunde im Lyceum an. Hin und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln nahm dies auch einen halben Tag in Anspruch. Die Schüler waren jedoch begeistert und erklärten, dass sie Deutsch lernen um uns später mal zu besuchen. Deutschland ist sehr beliebt in Mali, denn Deutschland hat 1960 als erster Staat in der UNO die Unabhängigkeit Malis anerkannt. Das haben sie nie vergessen.

Nach einer chaotischen Taxifahrt mit mehreren Fahrzeugen (der erste kannte den Weg nicht,  der zweite blieb auf halber Strecke wegen Spritmangels liegen)DSCF3193 und viel Streitigkeiten konnte doch noch der Flieger rechtzeitig erreicht werden. Nach 19 Stunden und ziemlich am Ende erwarteten uns Dietmar und Moni  am Bahnhof in Göttingen.

Alles in allem eine gelungene Aktion. Das Resümee folgt.

Krankenwagen übergeben –heiße, staubige Rückfahrt nach Bamako

Am 10 Februar wurde nun das Fahrzeug dem Centre offiziell übergeben. Anwesend waren der Präsident  des Gesundheitswesens der Region San und Doktor Amadou Youssouf Touré. Sie konnten es immer noch nicht fassen, dass 4 Wochen nachdem sie eine Bitte zur Spende eines Krankenwagens an africa-co-operation e.V. geschrieben hatten, die Ambulanz vor der Tür steht. Auch unsere Aktivitäten für Fangasso hatten sich bis in 75 km entfernte San rumgesprochen und es gab viele lobende Worte.

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Nach Übergabe ging es zu Gana Transport wo ein Ticket für Bamako gekauft wurde. Abfahrt um 12 Uhr und eine heiße, staubige 11 stündige Fahrt mit 2 Pausen war fast unerträglich. Zudem hielt der überfüllte Bus oft und nahm noch zusätzliche Passagiere auf.

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Um 23 Uhr wurde Bamako erreicht und eine Dusche gab es erst nach Mitternacht. Am frühen Morgen rumorte der Magen und der wichtigste Ort ist nun die Nähe einer Toilette. Gott sei Dank erst jetzt.

Endspurt – Die letzten Besuche und Diskussionen

Nachdem nun alle (wirklich alle?) Punkte geklärt sind,  wird noch der Kindergarten besucht. Allein hier werden über hundert Kleinkinder von 4 Frauen unentgeltlich betreut.

Größtes Problem ist die Armut, manche Eltern haben nicht das Geld, um ihren Kindern etwas zu essen mitzugeben. So muss immer gesammelt werden und manchmal ist einfach nichts da.

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Wir geben 10.000 CFA um kurzfristig die Not etwas mildern zu können.

Danach ist Abschlussbesprechung und Zahltag. Die ganzen Beträge wandern zu den Verantwortlichen und werden von Zeugen quittiert. Die letzten Sachspenden werden zur Schule gebracht und vom Centre de Sante geholt. Hier treffen die Neudorff Fahrzeuge noch einmal zusammen, der Toyota, der letztes Jahr übergeben wurde und der Sprinter, der jetzt in San Erste Hilfe leisten wird.

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Im Büro des Schuldirektors finden sich noch die Utensilien, die wir letztes Jahr übergeben haben. sie setzen viel Hoffnung auf uns.

Später als geplant geht es auf nach San, wo der Krankenwagen nun endgültig übergeben wird.

Unterwegs ruft noch der Bürgermeister Zoura Kamate mehrmals an um zu erfahren wie es uns geht,
Die Ansprache über Kommunikation hat wohl Wirkung gezeigt.

Übergabe der Spenden mit langem Meeting – gutes Ergebnis für alle

Durch den Todesfall hat sich hier alles etwas verändert und die Zeremonie hat Vorrang. So verschiebt sich unser Meeting um 2 Stunden und geht bis in die Nacht. Vorher werden noch die Sachspenden übergeben.
Für jeden gab es noch eine durchgeschnittene Colaflasche mit Neudohum Erde in der Samen einer Sonnenblume gesteckt wurde. Jeder ist nun für seine Pflanze verantwortlich. Wenn sie eine Größe von 10 cm erreicht hat, soll sie den Schulgarten schmücken.

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Das Ergebnis: Ein Gärtner / Wächter wird für 3 Monate vorfinanziert:

Kosten:                60.000 CFA

Die noch anlaufenden Kosten werden in treuen Händen gegeben und Auslagen werden beglichen:

Auslagen:           37.500 CFA

Kosten:               57.000 CFA

Das Centre de Sante hat keinen Fahrer, hier geben wir ein Startgeld auf 3 Monate beschränkt:

Kosten:                               60.000 CFA

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Alle sind zufrieden und wir fallen um 1:30 Uhr ins Bett.

Computer und Licht im Centre de Sante, Trauer im Ort

Gestern ist der Sohn des Iman mit 22 Jahren am Fieber gestorben, obwohl er noch mit der Ambulanz nach San gefahren wurde. Viele trauern nun hier. So schnell und jung kann hier gestorben werden.

Der Gartenzaun ist fertiggestellt und  es fehlt nur noch die Pforte. Die Leute aus Fangasso wissen sich zu helfen. Jetzt soll noch eine kleine Pflanzaktion starten.

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Jetzt ist nachdem gestern die PV-Anlage mit Kühlschrank eingebaut wurde auch ein Computer und Beleuchtung eingezogen. Lange Kabel mussten gezogen werden um das Büro des Doktors zu erreichen. Zudem passte natürlich kein Adapter für das Powerbook, so ist das mit Mac immer speziell, damit man bloß teures original Equipment kaufen muss.

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Endlich mal eine kleine Pause in der Hitze, bis es um 15 Uhr weitergeht.

Ein langer Tag geht dem Ende entgegen

Heute ging es erst mal wieder zum Schulgarten um den Fortgang zu begutachten. Die Arbeiter und das Komitee (Adama und Alfred Kamate) haben gute Arbeit geleistet. Alles liegt voll im Zeitplan.

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Danach ging es gleich weiter in Centre de Sante um die PV-Anlage und den Kühlschrank zu installieren. Das Dach ist sehr fragile und wir konnten nicht an allen Seiten die Schienenbefestigen, da sonst das Wasser in der Regenzeit durchläuft. Die Leute vom Centre waren sehr hilfreich. Einige Medikamente die letztes Jahr von uns angeliefert wurden mussten noch erklärt werden, da dort alles nur in Deutsch beschrieben war.

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Kurz darauf kam der Toyota Krankenwagen vom Einsatz zurück und der Fahrer wurde interviewt. Das einzige was noch fehlt ist der Führerschein, sonst war er gut eingewiesen und kontrolliert regelmäßig Öl und Kühlflüssigkeit.

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Danach ging es noch in das 70 km entfernte San um dem Krankenhaus ihr neues Fahrzeug vorzustellen. Die Freude war groß, da der Motor eines Krankenwagen schon sehr müde war und keine größeren Strecken mehr bewältigen kann.

Dann hieß es noch ein paar Gartentools zu organisieren um die Bewirtschaftung möglich zu machen. Nun noch schnell im Dunkeln die Informationen zusammenstellen und hochladen. Um 22:30 h war nun endlich das Ende eines langen Tages abzusehen.

Morgen wird es viele Schulungen geben und ein Treffen mit dem Frauenkomitee ist anberaumt.