12.02.2013, 15:30
EU-Entwicklungsminister einigten sich bei ihrem heutigen Treffen in Dublin auf langfristige Entwicklungshilfe in Mali.
Im Jahr 2013 wird die EU bis zu 250 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um Demokratie und Frieden in Mali herzustellen und sicherzustellen, dass gefährdete Gemeinden mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen versorgt sind. Der irische Minister für Handel und Entwicklung Joe Costello, der im Rahmen des irischen EU-Ratsvorsitzes den Vorsitz über das heutige Treffen führte, begrüßte den Beschluss und sagte: Die EU hat seit Beginn des Jahres 2012 116 Millionen Euro aufgebracht, um die dringend notwendige Hilfe für die Bevölkerung in Mali, Nahrung, Unterkünfte und Sicherheit zu gewährleisten. – See more at:
http://eu2013.ie/de/nachrichten/news-items/20130212prpostdevelopmentde/#sthash.zBzdJ4WT.dpuf
Archiv der Kategorie: Mali
Fußball: Mali sichert den 3. Platz im Afrika-Cup
Die malische Nationalmannschaft hat sich dank eines überzeugenden Erfolgs über Ghana den dritten Platz beim Afrika Cup 2013 in Südafrika gesichert. Die „Adler“ bezwangen in Port Elizabeth die „Black Stars“ durch Tore von Mahamadou Samassa (21.), Seydou Keita (48.) und Sigamary Diarra (90.+3) mit 3:1 (1:0). Für Ghana traf Kwadwo Asamoah (82.), Mubarak Wakaso (58.) vergab einen Foulelfmeter.
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Mali’s Verteidiger Ousmane Coulibaly gratuliert Stürmer Mahamadou Samassa zum Tor |
Mali hat sich mit dem verdienten Erfolg über Ghana wie im Vorjahr den dritten Platz beim Afrika Cup gesichert. Das Team von Trainer Patrice Carteron überzeugte im kleinen Finale mit schnellem Konterspiel und einer stabilen Verteidigung. Weiterlesen
Truppen aus dem Tschad sichern Kidal – Islamisten bei Gao gefasst
05.02.2013, 16:31 Uhr | dpa
Bamako (dpa) – Die französischen Truppen in Mali erhalten massive Unterstützung aus dem Tschad: 1800 Soldaten aus dem zentralafrikanischen Land marschierten in die frühere Islamistenhochburg Kidal im Norden des Krisenlandes ein. Sie sollten die Stadt nach dem Rückzug der islamistischen Extremisten sichern, sagte ein Sprecher der französischen Streitkräfte. Französische Truppen seien aber weiter am Flughafen stationiert. Sie hätten kürzlich Unterstützung von zwei Fallschirmspringereinheiten bekommen.
Schwer kontrollierbares Wüstengebiet
05.02.2013 Nach der bisher erfolgreichen französischen Militärintervention in Mali konzentrieren sich die Kämpfe derzeit auf die Wüstenregion an der Grenze zu Algerien. Besondere Bedeutung kommt dabei der Oasenstadt Tessalit zu – nicht zum ersten Mal.
In der Stadt hatten sich vor kaum einem Jahr Tuareg-Rebellen und reguläre Streitkräfte heftige Gefechte geliefert, nun nutzen die islamistischen Milizen, die den Norden des Landes über Monate belagert hatten, die Region als Rückzugsgebiet.Am Dienstag griffen französische Kampfflugzeuge erneut Stützpunkte der Extremisten rund um Tessalit und die Stadt Aguelhok, rund 150 Kilometer von der Grenze zu Algerien entfernt, an. Ziel sei es, die radikalislamischen Gruppen aus der Gegend zu vertreiben und ihre Nachschubwege abzuschneiden, so Frankreichs Außenminister Laurent Fabius. Französische und malische Einheiten hatten in den letzten zwei Wochen die drei wichtigsten Städte im Norden des Landes, Timbuktu, Gao und Kidal, unter ihre Kontrolle gebracht. Die Islamisten zogen teils kampflos in Richtung der gebirgigen Wüstenregion weiter nördlich bzw. nordöstlich ab.
http://orf.at/stories/2165097/2165098/
Artikel „Hunger ist ein schlechter Lehrer“
In der neuesten Ausgabe von „Das Gespräch aus der Ferne – Vierteljahresheft zu wesentlichen Fragen unserer Zeit“ ist ein Artikel mit dem Titel „Hunger ist ein schlechter Lehrer“ erschienen. Darin werden die Aktivitäten rund um das Pilotprojekt für nachhaltige Bildung in Fangasso beschrieben und eine aktuelle Lageeinschätzung gegeben.
Der vollständige Artikel als pdf (0,6 MB): Hunger in „Das Gespräch“
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Tuaregs spalten sich ab
„Eine neue islamistische Gruppierung will Frieden in Mali: Die Islamische Bewegung von Azawad hat sich von der den Norden kontrollierenden Gruppe Ansar Dine abgespalten. Während diese Verbindungen zu al-Qaida hat, spricht sich die neue Bewegung gegen den Terrorismus aus“. (SZ von heute)
Ein ausführlicher Bericht dazu findet sich in der FAZ von heute:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/konflikt-in-mali-islamistenfuehrer-zu-verhandlungen-bereit-12036982.html
Passend dazu auch der im ZDF gezeigte „Auslandsjournal“-Film „Die Herren der Wüste“.
Hinrichtungen: Tuareg werden zur Zielscheibe der Gewalt
In die militärischen Erfolgsmeldungen im Kampf gegen die Islamisten in Mali mischen sich schwere Vorwürfe gegen die malische Armee. Menschenrechtler und Einheimische beschuldigen die Streitkräfte, Araber und Tuareg hingerichtet zu haben. Ethnische Gruppen haben Angst. Rufe nach einer Untersuchung der Vorfälle werden lauter.
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„Die Herren der Wüste“ – Film zur Lage der Tuaregs
Mittwoch nacht sendete das ZDF einen Filmbericht zur aktuellen Lage in den von Islamisten besetzten Gebieten. Journalisten war es gelungen, in Gao und Timbuktu zu filmen. Eingeschleust und geschützt wurden sie von einem Tuareg-Kommando. Der sehr interessante Beitrag ist nachzuschauen in der ZDF-Mediathek.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1826518/Die-Herren-der-Wueste?bc=svp;sv1
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Wie so häufig fehlen auch ihr der Hinweise auf Malis Rohstoffvorkommen: Gold, Phosphate und Kaolin werden bereits abgebaut, AREVA hat Uran, Bauxit und Kupfer gefunden, Verträge über deren zukünftigen Abbau sind mit Rockgate Capital Corp. geschlossen, es existieren noch nicht erschlossenen Vorkommen an Eisenerz, Mangan und Zinn.
Treffpunkt der „Caravans of Peace“ und „Festival au Desert“ verlegt.
Der Veranstaltungsort für das „Festival au Desert (in excile)“ und gleichzeitiger Treffpunkt der beiden Friedenskaravanen aus Mauretanien und Algerien wurde von Oursi – einer Kleinstadt unweit der Grenze zu Nordmali – in die Nähe der Hauptstadt von Burkina Faso Ouagadougou verlegt. Als Gründe wurden wurden Sicherheits- und Logistikaspekte genannt.
Gespielt, gesungen und getanzt werden soll in der Gegend von Laongo, (Koordinaten: 12°32’44.82″N, 1°16’49.40″W), ca. 40 km östlich von Ouagadougou.
Situation In Nord / West Afrika
Göttingen, 20.01.2013, Situationsbericht von: africa-co-operation e.V.
Da die Situation zur Zeit sich permanent ändert können wir hier nicht jeden Artikel einstellen. Die Rückeroberung des Nordens ist nun durch das Vorrücken der Islamisten gen Süden früher eingetroffen als wir erwartet hatten. Auch die blutige Geiselnahme in Algerien war eine schon lange geplante Aktion, die durch die Bodenoffensive der Franzosen wahrscheinlich vorgezogen wurde. Hierüber gibt es so viele Informationen, dass wir diese nicht mit in unserem Blog aufnehmen können.
Wir selbst beobachten alle Aktivitäten sehr genau und überlegen nun wie wir unser Projekt „Get a smile!“ erfolgreich umsetzen können.
Statement zum Projektstand und zur aktuellen Lage in Mali, 20.01.2013:
Erst einmal können wir mitteilen, dass wir in unserer Planung bestens stehen. Die finanziellen Mittel für den ersten Schritt sind eingegangen und auch das Fahrzeug steht bereit. Die Visa für Mauretanien und Mali sind ebenfalls erteilt worden und wir könnten wie geplant am 28.01.2013 starten.
Der einzige aber gewichtige Hinderungsgrund ist die nun doch noch vor September 2013 erfolgte Rückeroberung Nord Malis, die die gesamte Region destabilisiert hat. Große Flüchtlingsströme sind von Nord nach Süd unterwegs und auch die „Islamistischen Kämpfer“ haben sich unter sie gemischt, was die gesamte Region für alle Helfer gefährlich macht. Wie lange sich dieser Krieg hinzieht und ob es danach in Mali oder auch in ganz Nord / West Afrika sicherer wird, ist ungewiss.
Da wir weder Hab und Gut des Vereins (eure Spenden), noch Leben riskieren wollen, haben wir uns entschlossen den Abreisetermin erst einmal um eine Woche zu verschieben. Des Weiteren suchen wir nun nach Alternativen, wie wir trotz des Krieges die nun ganz besonders benötigten Hilfsmittel an ihren Bestimmungsort bringen können. Hierzu gibt es schon Ideen, die wir, wenn sie möglich sind mitteilen werden.
Wir bitten euch hier um Verständnis und vielen Dank für eure Unterstützung, wir bleiben dran!
Johannes Albers
