Kostenlose Wikipedia auf afrikanischen Handys

Millionen Menschen in Industrieländern schlagen dort nach, doch Afrika bleibt weitgehend außen vor. Denn günstige Internetzugänge sind selten. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales wirbt für eine innovative Lösung.

Von Thomas Hallet (SZ)

Jimmy Wales hat viel erreicht mit seinem Lexikon, das seit fast 13 Jahren online ist: Jeden Monat blättern 521 Millionen Menschen in 287 Sprachen in mehr als 31 Millionen Wikipedia-Seiten. In den Industrieländern ist das digitaler Alltag. Doch der größere Teil der Menschheit gehört noch nicht zur Wikipedia-Gemeinde: Südamerika, China, und der größte Teil Afrikas. Das werde sich in den kommenden Jahren rapide ändern, sagte Wales während der Niels-Bohr-Konferenz in Kopenhagen, die am Freitag zu Ende ging.
Weiter: http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-enzyklopaedie-kostenlose-wikipedia-auf-afrikanischen-handys-1.1837785

Mali Must Urgently Identify Bodies Found in Mass Grave

4 DECEMBER 2013, Press Release

Authorities in Mali must urgently identify the 21 bodies found in a mass grave last night, believed to belong to soldiers abducted in May 2012, Amnesty International said.

„Ever since the soldiers were abducted from the Kati Military Camp, their loved ones have been desperate to know what has happened to them. Authorities in Mali must now do everything in their power to give the families the full truth,“ said Gaëtan Mootoo, Mali researcher at Amnesty International, who met with some of the relatives of the soldiers last week.

„Unfortunately, the initial reports seem to confirm our fears that the 21 soldiers could have been executed,“ added Gaëtan Mootoo. „Amnesty International extends its deepest sympathies to all the families concerned.“

They were charged with kidnapping, murder and assassination in connection with the disappearance of 21 ‚red beret‘ soldiers suspected of supporting a counter-coup against General Sanogo.

The mass grave was discovered following the arrest of General Amadou Haya Sanogo who led a military coup in Mali in March 2012. Several of his soldiers were also detained.

http://allafrica.com/stories/201312051461.html?aa_source=slideout

Mali: Fugitive on U.S. List Is Arrested

By THE ASSOCIATED PRESS, Published: November 28, 2013 

A member of an extremist group wanted in the fatal carjacking of an American official in Niger more than a decade ago has been arrested by French soldiers in northern Mali after he escaped from prison, prosecutors said Thursday.
The fugitive, Alhassane Ould Mohamed, sometimes known as Cheibani Ould Hama, was a low-ranking member of Al Qaeda in the Islamic Maghreb, terrorism experts said. Officials in neighboring Niger have said he was among 22 prisoners who escaped in June during an attack by gunmen on a prison there. In March, he was sentenced to 20 years in prison for his role in the killing of four tourists from Saudi Arabia in 2009.
In September, federal prosecutors in the United States unsealed an indictment against him in connection with the murder of William Bultemeier, a Department of Defense attaché, in 2000.

http://www.nytimes.com/2013/11/29/world/africa/mali-fugitive-on-us-list-is-arrested.html?_r=0

Abstimmung in Mali – nur Wenige trauen sich zur Wahl

In Mali ist ein neues Parlament gewählt worden. Etwa 6,5 Millionen Wähler waren aufgerufen, 147 Abgeordnete zu bestimmen. Beworben hatten sich etwa 1080 Kandidaten, unter ihnen 135 Frauen. Die Stimmabgabe verlief Agenturberichten zufolge offenbar überwiegend friedlich, doch gab es an einzelnen Wahllokalen Zwischenfälle.

Die Abstimmung sollte die Rückkehr des westafrikanischen Landes zur politischen Normalität markieren. Im August war bereits ein neuer Präsident gewählt worden, nachdem vor anderthalb Jahren der vorherige Präsident bei einem Militärputsch gestürzt worden war. Zudem brachten Islamisten weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle. Französische und afrikanische Soldaten drängten sie Anfang des Jahres zurück.

Wahllokal in Gao (Bildquelle: AP)

Überschattet von einer angespannten Sicherheitslage wurde in Mali abgestimmt.

Im Vorfeld der Wahl flammte die Gewalt im Land wieder auf. So wurde die Stadt Gao vergangene Woche mit Raketen angegriffen und in Bamako wurde ein Angehöriger der französischen Streitkräfte bei einem gezielten Angriff verletzt. Angesichts dieser angespannten Sicherheitslage zeichnete sich eine geringe Wahlbeteiligung ab.

Wahlbeobachter der Europäischen und Afrikanischen Union verfolgten die Abstimmung. Ein Ergebnis soll spätestens fünf Tage nach der Wahl vorliegen. Für den 15. Dezember ist eine zweite Wahlrunde geplant.
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/mali672.html

„Bleibt, wo ihr seid, bleibt arm, aber macht uns keine Schwierigkeiten.“

„Unser Leben ist euch nichts wert“: Der senegalesische Hip-Hop-Star und Filmemacher Didier Awadi über Lampedusa, den irreführenden Begriff „Flüchtling“ und warum es richtig ist, dass junge Afrikaner nach Europa gehen

Der Senegalese Didier Awadi ist der bekannteste Hip-Hop-Star Westafrikas und gilt als Stimme der „Generation Consciente“, einer neuen, selbstbewussten Generation junger Afrikaner. Immer wieder hat er in seinen Texten das Schicksal Migranten thematisiert, die unter Lebensgefahr nach Europa übersetzen. 2011 suchte er mit dem selbstproduzierten Film „The Lion’s Point of View“ nach den Ursachen der Fluchtbewegung.http://www.kamerhiphop.com/img_dyn/35kronik.jpg

SZ: Wie werden die Nachrichten von den vielen ertrunkenen Flüchtlingen vor Lampedusa in Afrika aufgenommen?

Didier Awadi: Das macht die Menschen wütend und traurig. Andererseits gehört es für viele zur alltäglichen Realität. In manchen Viertel Dakars kennt jeder jemanden aus der Nachbarschaft, der bei der versuchten Überfahrt nach Europa ums Leben gekommen ist. Geschätzte 60 000 Afrikaner haben in den letzten sieben Jahren versucht, in Pirogen über den Atlantik zu setzen. Und jeder Zehnte ist ertrunken. Trotzdem verstehe ich es, wenn Jugendliche lieber den Tod riskieren, als weiterlesen

Musik ist Wiederstand – aktueller Bericht aus Mali in der „ZEIT“

Unterwegs im Norden Malis: Die Islamisten sind vertrieben, doch die Befreiten fürchten die Rückkehr des Terrors – und hoffen, dass die französische Armee bleibt, um sie zu schützen von Gaos Kinder

Seit die Terroristen vertrieben sind, spielen Gaos Kinder wieder auf der Straße.  |  © Ulrich Ladurner

An dem Tag, an dem wir von Bamako aus nach Gao aufbrechen, kommt die gute Nachricht, dass nördlich dieser Stadt im Norden Malis vier französische Geiseln freigelassen wurden. Sie waren mehr als drei Jahre in den Händen ihrer Entführer gewesen. Als wir in Gao ankommen, brechen von dort zwei französische Radiojournalisten auf, um noch weiter nördlich, in der Stadt Kidal, zu recherchieren. Sie kommen nicht mehr zurück. Ghislaine Dupont und Claude Verlon werden mitten in Kidal entführt und noch am selben Tag wenige Kilometer außerhalb der Stadt erschossen. Freiheit und Tod, das ist der Bogen unserer Reise in diese noch immer umkämpfte Region.

Es sind rund 1.200 Kilometer von der malischen Haupstadt Bamako bis nach Gao. Die Straße dorthin ist asphaltiert, aber dermaßen mit Schlaglöchern übersät, dass man auch im Geländewagen zwei Tage braucht, um weiterlesen

Ein leerer Bauch lernt nicht gern – Bildung in Mali fördern

Am  Freitag, den 29.11.2013  informiert  africa-co-operation e.V. im Göttinger „Inti“ über Hintergründe der Flüchtlingskatastrophen in Mittelmeer und Sahara. Im Anschluß wird  über die bereits geleistete Hilfe im Rahmen des Hilfsprojekts „Get a smile“ berichtet, sowie über weitere geplanten Aktionen. Unter dem Motto: besser kleine Hilfe als keine Hilfe, werden die Malifahrer mit Unterstützung von Dr. Kamate aus Bamako über Wege aus dem Elend diskutieren. Frau Dr. Edda Brandes von Benkadi e.V., die schon viele Jahre in Mali gearbeitet hat, wird den Anwesenden die Kultur und Musik des Landes näher bringen.

Ort: Inti,  Burgstr. 17, Göttingen

Zeit: Fr. 29.11.2013, 19:00 bis 21:00 Uhr

Mali: When Hosts Go Without – How to Aid Refugee Camp Hosts

By Anna Jefferys, 19 November 2013

Mbera/Bassikounou — Since April, when the UN Refugee Agency (UNHCR) started biometric registration of the Malian refugees in Mauritania’s Mbera camp, 8,000 of the 68,000 registered refugees have been de-activated from the system – almost all of them Mauritanians from nearby towns and villages hoping to access aid handouts. In September, a small group of camp residents tried to destroy the registration centre in protest of the new system, raising a key question: when and how should aid agencies helping refugees also try to assist vulnerable host populations?

The situation in Mauritania is by no means unique; many refugee camp populations are swollen with locals trying to access aid. Locals have even outstripped refugee populations in some crises said a UNHCR source.

http://allafrica.com/stories/201311200902.html

Mali: RFI Journalists Killed Due to Oil Leak, French Investigator

14 November 2013

RFI’s Ghislaine Dupont and Claude Verlon were murdered because their kidnappers‘ vehicle broke down. That’s the most likely explanation for our colleagues‘ deaths in northern Mali on 2 November, according to Paris investigator Francois Molins.

The four-wheel drive vehicle used by the four kidnappers was found abandoned outside Kidal, where the RFI reporters were grabbed.

It had a serious oil leak and would have been unable to go over 40 kmph, leading Molins to conclude that the kidnappers had dumped it and, in a panic about being caught by French troops, killed their captives.

Ghislaine Dupont was hit by three bullets, the first of which, to the aorta, killed her, while Claude Verlon, received seven bullets in the back.

Molins confirmed earlier reports that the key suspect is Bayes Ag Bakabo, a Tuareg drug trafficker with links to Al Qaeda in the Islamic Maghreb (Aqim), which claimed responsibility for the murders, saying they were a reprisal for the French-led intervention in northern Mali earlier this year.

http://allafrica.com/stories/201311141251.html