Keïta gewinnt Präsidentenwahl in Mali

13.08.2013 ·   Von   Thomas Scheen, Johannesburg
Mali hat einen neuen Präsidenten. Schon vor Bekanntgabe des offiziellen Resultats erkannte Soumaila Cissé den Sieg Ibrahim Keïtas an. Den neuen Präsidenten erwarten schwere Aufgaben.

brahim Boubacar Keïta ist der neue Präsident Malis. Obwohl die Endresultate der Stichwahl vom vergangenen Sonntag noch nicht feststehen, scheint der Vorsprung von „IBK“, wie Keïta in Mali genannt wird, uneinholbar. Sein Kontrahent, der ehemalige Finanzminister Soumeila Cissé gestand am späten Montagabend seine Niederlage ein und gratulierte Keïta zum Sieg. „Ich habe ihn zuhause besucht und ihm Glück gewünscht“, sagte Cissé. Nach dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl Ende Juni hatte Cissés Wahlkampfteam von massiven Manipulationen gesprochen, diesen Vorwurf bei der Stichwahl jedoch nicht mehr wiederholt. Im ersten Durchgang, an dem insgesamt 27 Kandidaten teilgenommen hatten, war Keïta auf knapp 40 Prozent der Stimmen gekommen, während auf Cissé rund 20 Prozent entfallen waren. Der Leiter der EU-Wahlbeobachtermission, der Belgier Louis Michel sagte, an der Glaubwürdigkeit der Resultate der Stichwahl sei „absolut nichts zu bezweifeln“. Michel war früher EU-Kommissars für Entwicklung und humanitäre Hilfe.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/westafrika-keita-gewinnt-praesidentenwahl-in-mali-12529545.html

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Stichwahl um Präsidentschaft in Mali

DW, 12.08.2013

In dem westafrikanischen Land haben die Bürger in einer Stichwahl über den neuen Präsidenten entschieden. Rund 6,5 Mio Wähler waren aufgerufen, sich zwischen dem ehemaligen Ministerpräsidenten Keita und Ex-Finanzmister Cissé zu entscheiden.

Das Ergebnis der Auszählung soll in zwei bis drei Tagen bekanntgegeben werden. Das Wahlergebnis muss dann noch spätestens am Freitag vom Verfassungsgericht bestätigt werden. Als Favorit war Ex-Premier Ibrahim Boubacar Keïta, genannt  IBK, ins Rennen gegangen. Im ersten Wahlgang Ende Juli hatte er knapp 40 Prozent der Stimmen bekommen. Sein Gegner, der frühere Finanzminister Soumaïla Cissé, lag mit rund 20 Prozent der Stimmen deutlich zurück.
http://www.dw.de/stichwahl-um-pr%C3%A4sidentschaft-in-mali/av-17012094

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Malian military enters last rebel-held city of Kidal

By AP, 3:37AM BST 06 Jul 2013

The Malian military has entered the northern city of Kidal, returning for the first time since they were chased out 16 months ago by a Tuareg separatist group, and later by an army of al-Qaeda-linked fighters.

Photo: AP

 

„It was around 5pm that the soldiers entered Kidal and penetrated Camp 1 inside the city. The Malian military was accompanied by the French military, just as they were when our soldiers entered Timbuktu and Gao,“ said Lt. Col. Souleymane Maiga, the director of information and public relations for the Malian military.

The return of the Malian forces was confirmed by Kidal’s deputy mayor. Kidal, like the rest of northern Mali, fell to a mixture of rebel groups in March of 2012. It remained in rebel hands during the past six months, even after French forces launched a military intervention to free northern Mali from the fighters, succeeding in liberating all of the other major towns.

Tuareg rebels re-entered Kidal in February and March of this year, erecting roadblocks, levying taxes and creating a de facto Tuareg state.
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/mali/10163703/Malian-military-enters-last-rebel-held-city-of-Kidal.html

 

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Ex-Beşiktaş-Trainer schenkt türkischer Schule in Mali ein PC-Labor

Der bekannte, ehemalige französische Fußball-Internationale und frühere Beşiktaş-Trainer Jean Tigana hatte sein Grundstück an die türkischen Betreiber des künftigen Bildungszentrums in Bamako verkauft.

Von | 04.08.2013 16:01

Im westafrikanischen Staat Mali gibt es inzwischen vier Vorschulen, vier Grundschulen, fünf Oberschulen, drei Gymnasien, einen Lesesalon, ein Kulturzentrum und zwei Schülerheime, die von Aktiven der Hizmet-Bewegung betrieben werden. Insgesamt gibt es 2500 Schüler, die von diesen Einrichtungen profitieren. Dafür, dass Mali 14,5 Mio. Einwohner hat, hat der Staat mit einer Analphabetenrate von 74 Prozent noch viel Bildungsarbeit vor sich.

In der Hauptstadt von Mali soll nun ein riesiges Bildungszentrum gebaut werden, das auch Unterstützung von einem Prominenten des französischen Fußballs erhält, der seinerzeit auch Beşiktaş Istanbul trainiert hatte und dessen Name noch jedem Fußballfan aus den 80er-Jahren in den Ohren klingt.

Bereits 2008 hatte sich der in Mali geborene, zweimalige WM-Halbfinalteilnehmer und einmalige Europameister Jean Amadou Tigana zu den türkischen Schulen in Afrika positiv geäußert. Die gedankliche Unterstützung war zu diesem Zeitpunkt bereits da und nun war die Gelegenheit gekommen, die Gedanken in Taten umzusetzen.
Tigana besaß in der Hauptstadt Bamako ein Grundstück, um dessen Verkauf sich sein Neffe kümmern sollte. Das Bildungszentrum zeigte Interesse an dieser Realität und trat mit dem Immobilienmakler des Fußballstars und ehemaligen technischen Direktors von Besiktas Istanbul, Jean Tigana, in Kontakt.
http://dtj-online.de/news/detail/2807/ex_besiktas_trainer_schenkt_turkischer_schule_in_mali_ein_pc_labor.html

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„Der Islam ist in Westafrika politischer Faktor“

Interview | Stefan Brändle, 3. August 2013, 10:00

Der malische Präsidentschaftsfavorit IBK muss nach dem Stichwahlentscheid laut dem Afrika-Experten Gilles Holder um seinen Sieg bangen. Von der Idee des Laizismus müsse sich nicht nur Mali verabschieden

Standard: Bei der Präsidentschaftswahl in Mali gehen Ibrahim Boubacar Keïta, genannt IBK, und Soumaïla Cissé in die Stichwahl.

Holder: Ibrahim Boubacar Keïta war der klare Favorit des ersten Wahlgangs. In die Stichwahl zu müssen ist für ihn ein Rückschlag – denn jetzt ist er nicht mehr sicher zu gewinnen. Es könnte sich eine ganze Koalition gegen ihn bilden, angeführt von seinem Gegenspieler Soumaïla Cissé.

Standard: Was unterscheidet sie?

Holder: Cissé ist eher wirtschaftsliberal und macht sich für den ökonomischen Wiederaufbau stark. IBK verspricht die Wiederherstellung staatlicher Autorität; er gibt sich als paternalistischer Chef, der die Malier aus 18 bewegten Monaten mit Militärputsch, Tuareg-Rebellion und Krieg gegen die Jihadisten führen will.
http://derstandard.at/1373514523812/Der-Islam-ist-in-Westafrika-politischer-Faktor

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Die Tuareg-Band Tamikrest: Verfemter Wüstenrock

Von Hans Hielscher
In Malis Hauptstadt Bamako ist sie nicht mehr sicher, im Norden des Landes ist ihre Musik verboten: Die Tuareg-Band Tamikrest – derzeit in Deutschland auf Tour – kämpft mit Liedern aus dem Exil für die Emanzipation ihres Volkes.
Mit E-Gitarren, E-Bass und Keyboard verfügt Tamikrest über das klassische westliche Rock- bzw. Pop-Instrumentarium. Dazu kommen afrikanische Djembe- und Calabash-Trommeln. Exotisch klingt auch die Tuareg-Sprache Tamaschek, in der die Musiker singen.
Im neuen Album mit dem Titel „Chatma“ („Schwestern“), das Tamikrest auf Konzerten gerade vorab vorstellt, besingt die Band die mutigen Tuareg-Frauen, die „sowohl das Überleben ihrer Kinder, als auch den Bestand der Sitten ihrer Väter sicherstellen“. Denn das Volk der Tuareg durchlebt eine schlimme Zeit: Vor einem Bürgerkrieg im Norden von Mali und vor ethnisch motivierten Unruhen im Süden flüchteten Tuareg in Massen in die Nachbarstaaten Niger, Algerien und Burkina Faso. Über 300.000 Menschen wurden dort nach Uno-Angaben in Lagern untergebracht.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/neue-musik-der-band-tamikrest-aus-mali-a-914302.html

Präsidentenwahl in Mali friedlich

Ex-Ministerpräsident Ibrahim Boubacar Keita hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Mali klar gewonnen. Allerdings muss der 68-Jährige am 11. August in eine Stichwahl gehen, weil er die absolute Mehrheit der Stimmen verfehlte. Keita erhielt 39,2 Prozent der Stimmen. In der Stichwahl tritt Keita gegen Ex-Finanzminister Soumaila Cisse an, der auf 19,4 Prozent der Stimmen kam.

Die Wahl am vergangenen Sonntag war die erste Abstimmung in Mali nach dem Krieg gegen militante Islamisten, die den Norden des Landes abspalten wollten.
http://de.euronews.com/2013/08/02/prasidentenwahl-in-mali-friedlich/

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Präsidentenwahl in Mali: Die Hoffnungen der traumatisierten Flüchtlinge

02/08 22:45 CET
Sie träumen nur von der Rückkehr in ihre Heimat Mali und von Frieden. Sechs Monate nach der französischen Militärintervention soll der neue Präsident das westafrikanische Land aus der Krise führen.

Laut einem Bericht des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten haben fast 200.000 Malier in den Nachbarländern Burkina Faso, Niger, Mauretanien und Algerien Zuflucht gefunden. 2012 eskalierten die Kämpfe zwischen der Armee und den Islamisten, die gemeinsam mit Tuareg-Rebellen innerhalb weniger Wochen den gesamten Norden eroberten.

Die Stadt Mopti war das wirtschaftliche Zentrum von Mali. Bis heute leidet die Bevölkerung unter den Folgen des Bürgerkrieges. Hier hoffen Sie, dass eine hohe Wahlbeteiligung ohne Gewalt dem Land eine friedliche Zukunft bringen kann.
http://de.euronews.com/2013/08/02/prasidentenwahl-in-mali-die-hoffnungen-der-traumatisierten-fluchtlinge/

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Westafrika: Die Krise als Normalfall

Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Im Schatten herrschen satte 40 Grad. Der Kleinbauer Sekou Coulibaly gönnt sich einen Schluck Wasser. Schaufel für Schaufel hebt er den trockenen Sand aus, für einen Bewässerungsgraben. Die harte Arbeit lohnt sich – für den Bauern wie für die gesamte Region.
 Neben Sekou Coulibaly haben über 4.000 Männer und Frauen in dem Projekt von Caritas international Arbeit gefunden. In fünf Regionen Malis führt das katholische Hilfswerk mit seinem lokalen Partner ENDA sogenannte Cash-for-Work- Maßnahmen (Geld für Arbeit) durch. Das Besondere ist das Bargeld, das für diese Arbeit fließt. Es sorgt dafür, dass sich die Familien der Arbeiter – allesamt Kleinbauern, die wegen des letztjährigen schlecht verteilten Regen keine Ernte eingefahren haben und denen nun die Nahrungsmittelvorräte ausgehen – mit einer sinnvollen Arbeit auf würdevolle Weise Geld verdienen können. Mit dem Einkommen können sie ihre Familien ernähren. Das Geld geben sie für Nahrungsmittel und Hygieneartikel auf den lokalen Märkten aus und stützen somit die regionalen Handelsstrukturen. Dies ist ein gewaltiger Vorteil gegenüber Hilfslieferungen von Nahrungsmitteln, da so auch die lokalen Märkte und Händler gestärkt werden.
http://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/afrika/mali/mali-ernaehrungssicherung

Mali’s Election – Big Risks – but Delay Would Be Dangerous

By Paul Melly, 25 July 2013

The people of Mali will go to the polls on 28 July in the first round of a presidential election that is an important step towards the restoration of democratic civilian rule.

Candidates have been touring the country. Of the 27 contenders, Ibrahim Boubacar Keïta and Soumaïla Cissé are tipped as favourites, but several others have a serious chance; and the race includes Mali’s first two female presidential aspirants, Oumar Sall Seck and Aïdara Aïssata Cissé. The contest will probably go to an August run-off between the two strongest performers.

Sixteen months after jihadist armed groups swept the demoralized national army out of the north, and barely six months since French and African troops reversed that humiliation, this election is a critical test.
http://allafrica.com/stories/201307251320.html

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