Segou – Bamako – erste Termine

Kurze Erholung in Segou – Terminmarathon in Bamako

Nach letzten organisatorischen Meetings, Lohnzahlung für den Gärtner und Aussprache mit Mama Kamate hieß es Abschied nehmen von Fangasso.

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Verdienter Lohn für den Gärtner

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Abschied von Mama

Die  Rückreise am Dienstag um 15:30 Uhr wurde von einem langen Stau begleitet. Auf mehreren Kilometern standen Busse, LKW und andere Fahrzeuge, denn schon seit gestern Nacht war die einzige Brücke gesperrt. So war es diesmal von Vorteil, dass wir verspätet aus Fangasso abgereist waren: wir wurden belohnt mit einer  kürzeren Wartezeit. Abends in Segou wurde beschlossen, hier einen Tag zu rasten, um alle Impressionen aus Fangasso schriftlich zu fixieren.

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alte Freunde fern der Heimat

In Segou stand uns Alli, Besitzer des Hotels Djoliba, hilfreich zur Seite, da er gute Beziehungen zu Bauunternehmen hat und zwei weitere Kostenvoranschläge für das Kantinenbauvorhaben einholen konnte.

Bei der Ankunft am Donnerstag in Bamako wurde gleich der Termin bei der Welthungerhilfe wahrgenommen. Hier muß erwähnt werden, dass die Kommunikation hervorragend verlief und der Informationsaustausch sehr interessantwar. Die Welthungerhilfe kann unser Projekt leider nicht fördern und nach deren Kenntnis wurden auch der PAM Mali die finanziellen Mittel gekürzt.

Nach dem Gespräch wurde aufgrund der örtlichen Nähe zu den nächsten Terminen die Auberge Djamila angesteuert, die zudem mit einem sehr guten Preis/Leistung Verhältnis aufwarten konnte.

Nike Dieterich im Gespräch mit Dofni Dembele (Schuldirektor)

Nike Dieterich im Gespräch mit Dofni Dembele (Schuldirektor)

Rückfahrt nach Segou

Rückfahrt nach Segou

 

 

Warnung der Deutschen Botschaft – Hinweis auf Anschlag in Bamako

Bamako, 04.02.2016

Liebe Landsleute,
aufgrund eines der Botschaft vorliegenden Hinweises wegen eines möglichen Anschlags in Bamako, rät die Botschaft Ihnen dringend, in den nächsten Tagen größere Menschenansammlungen, Versammlungsräume jeder Art und von Ausländern häufig frequentierte Bars, Restaurants und Hotels zu meiden sowie besondere Vorsicht walten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Deutsche Botschaft Bamako

Neue Planung steht – Flug nach Bamako am 21. Januar 2016

Überglücklich, die letzte Passage doch ohne weitere Zwangspause genommen zu haben,  wurde erst einmal beratschlagt, wie es nun weitergehen könnte. Schnell war klar: es geht nur per Flugzeug, sodaß ein Flug für den 21.1.16 gebucht wurde. Leider hatten sich die Visabedingungen für Mali laut Mali-Botschaft in Berlin geändert: es würden keine Visa mehr am Flughafen ausgestellt und die Botschaft in Berlin erteilt diese nur Di und Do von 9-12 Uhr. Bad News!

Der Wettlauf mit der Zeit

Per Expressbrief schickte Nike Dieterich, die im Rahmen eines Praktikums mit nach Mali fährt, ihren Pass von Mainz nach Göttingen, welcher auch um 7:45 Uhr eintraf. Danach sofort ins Auto und ab nach Berlin! Jetzt durfte nur kein Stau oder Schnee kommen, sonst wäre alles vergebens.

11:45 Uhr Ankunft Botschaft Mali in Berlin

Manchmal muss man auch mal Glück haben, denn kurz vor Schluss konnten die Pässe abgegeben und um 14 Uhr wieder abgeholt werden. So etwas heißt dort Express Visa und kostet 100 Euro. Relaxt konnte die Rückfahrt angetreten werden, die dann auch entsprechend länger brauchte.

Material und Auto zwischengelagert

Trotz scharfem Frost und Schneegestöber konnte mit Peters Hilfe unter Einsatz von Starthilfe und Startpilotspray der Ford Transit reanimiert und auf einen sicheren Platz zum Überwintern gebracht werden. Wenn die Witterungsverhältnisse sich verbessern kann mit der Fehlersuche begonnen werden.

Plan: Morgen Abflug

Morgen um 16:55 Uhr startet die Maschine über Casablanca und wird voraussichtlich um 0:55 Uhr in Bamako eintreffe. Dank Unterstützung von Peter Brucker von der Mali-Hilfe werden wir dort von seinem Freund Lakami Maguiraga  erwartet, der uns bei der Fahrzeugsuche behilflich sein wird, denn: diesmal sind wir ja ohne unterwegs!

5.500 Kilometer, die längste Probefahrt der Welt – Göttingen – Tanger – Göttingen

Ein Tag hektischem Informationsaustausch machte klar: das medizinische Equipment ist auf die Schnelle nicht unterzubringen. Bisher stand die Fahrt nicht unter einem guten Stern. Drei Optionen standen zur Wahl.

  1. Entsorgung des Materials und erneut in Marokko einreisen
  2. Fahrzeug und Material in Spanien lagern und von dort nach Mali fliegen
  3. Rückfahrt nach Göttingen und von Frankfurt fliegen

Eine Entsorgung wurde umgehend verworfen – wie sollen wir das den Spendern erklären? Alles stehenlassen könnte auf Dauer weitere Kosten verursachen wie Batterie tot, Bremsen fest und den Handlungsspielraum einengen. Von Deutschland aus gibt es noch die Option des Transports via Container.

Entscheidung Rückfahrt – 2.750 lange Kilometer

wurden dann am Donnerstag, den 14. Januar in Angriff genommen. Die ersten 1050 km bis Agurain waren trotz Nebel und einer kalten Übernachtung vor Burgos bis zum 15. Januar recht schnell abgespult. In Agurain gab es von Mecki noch eine Stärkung und  weiter ging´s Richtung Heimat. Alles schien gut zu laufen, doch 50 km vor Bordeaux kamen die Probleme. Der Motor zog nicht mehr, im Stand ging er sofort aus. Die Dieselzufuhr zog Luft – aber wo? Nachsehen und reparieren – allein unmöglich, ein Werkstattbesuch am Samstagnachmittag war auch keine Option – also was tun?

Das große Zittern – 1.700 km ohne Pause

Diesel zieht Luft – dabei läuft der Dieselkraftstoff im Stand zurück in den Tank, Starten wird unmöglich. Das Fahrzeug muss auf Touren gehalten und Steigungen mit Anlauf genommen werden, sonst verhungert der Motor am Berg. Das bedeutet Stress ohne Ende, denn auch Mautstellen, Staus oder Tankstopps werden zur nervenfressenden Herausforderung. Trotz Stau in Bordeaux und Schnee in Belgien konnten die 1700 km in 19,5 Std. bewältigt werden.

Resümee der „Probefahrt“ mit dem Ford Transit

Positiv

  • Starker 2,5 Liter Diesel, der kein Öl braucht
  • Viel Platz für Ladung
  • Stoßdämpfer, Aufhängung und Fahrwerk gut
  • Getriebe und Antrieb top
  • Alles funktioniert, dazu zwei Jahre TÜV
  • Bequemer Fahrersitz

Manko:

  • Kein Renner – für Europa zu langsam
  • Rost an der Karosserie – Schönheitsfehler
  • Extrem laut ab 100 km/h
  •  Schiebetür lässt sich mit Schlüssel nur ab- nicht aufschließen

Der Ford ist ein echtes Arbeitstier und kann viel zuladen. Der Motor ist stark, allerdings im oberen Drehzahlbereich sehr laut. Er braucht kein Öl und ist ohne die Dieselundichtigkeit für Westafrika hervorragend geeignet. Für Europa ist er allerdings nicht anzuraten, da man auf Dauer Ohrensausen bekommt.

Mali Hilfstransporter zurück in Algeciras – keine Lösung für Weiterfahrt gefunden

Algeciras, 05.01.2016

Wie berichtet hat der Zoll in Tanger Med am Montag Fahrzeug und Inhalt beschlagnahmt. Die Zwangspause musste weitgehend im Hotel in der Nähe dieses Hafenmolochs verbracht werden. Am Dienstag ging es ab 9 Uhr daran, die erforderlichen Dokumente zu erhalten und eine Odyssee im Hafen begann.

20160112_085856_resized  Transiteur Mohamed

Mit Shuttle Service, Taxi oder per Pedes wurden so 30 km von Port zu Port zurückgelegt. Selbst mit professioneller Hilfe von dem freundlichen Transiteur Mohamed war keine Transit-Genehmigung zu erreichen, aber zumindest die Zurückerlangung des Kleinbus nebst Inhalt. Nach schier unendlichem Papierkrieg und Diskussionen ging es zurück nach Algeciras. Dort musste der Wageninhalt nicht nur neu sortiert werden, sondern auch der sinnvolle Verbleib desselben organisiert werden, denn eines war klar: ein erneuter Einreiseversuch ging nur ohne das beanstandete medizinische Material. Eine reghafte Kommunikation mit vielen Beteiligten via WhatsApp begann.
Mecki und ihre Freunden aus Agurain telefonierten mit allen möglichen 20160115_140851_resizedNGOs wie Ärzte ohne Grenzen, Apotheker ohne Grenzen Rotes Kreuz etc. Aber es konnte kein Abnehmer gefunden werden. Allen Basken, ganz speziell Mecki, ein herzliches Dankeschön für die freundliche Aufnahme und der Hilfe bei der Suche nach einer Organisation für das Material.
Da sich keine Lösung des Problems fand musste ein Neustart abgesagt werden. Die Suche nach Alternativen begann. Was tun?

Marokkanischer Zoll stoppt Hilfstransport für Mali in Tanger Med

10.01.2016 Tanger Med/Marokko
Tanger Med

Grenzübergang Tanger Med

Nach 2750 Kilometern Fahrt ist es erst mal vorbei. Heute erklärte der marokkanischen Zoll das medizinische Güter eine Genehmigung des Gesundheitsministeriums benötigen. Das Auto samt Inhalt wurde beschlagnahmt und verschlossen. Am Sonntag und den folgenden Feiertag bleibt das Büro des Ministeriums geschlossen und es ist unklar wie es weiter geht.

Dies scheint nicht der erste Fall zu sein, denn wie recherchiert, kam es 2014 schon mal zu so einer Konfiszierung, siehe: Charity Rallye droht das Aus

Am Dienstag kann mit dem Gesundheitsministerium gesprochen werden, da hoffen wir, dass es uns nicht so ergeht wie den Frankfurtern. Hier kann die Liste eingesehen werden:  Liste du matériel

Beschlagnahme Dokument

Beschlagnahme Dokument

Fahrzeug Aufbereitung und Materialsammlung läuft

Nach drei Tagen harter Arbeit in der Werkstatt hat der Ford eine frische TÜV Plakette und die Beschriftung ist bereits vorbereitet. Trotz Schnee und Eis konnten auch eine  Krankenliege und viele

Übergabe Materialien

Übergabe Materialien

medizinischen Materialien, die vom Weender Krankenhaus gespendet wurden, abgeholt.

Herzlichen Dank gilt hier Herrn Geisler von der Technischen Abteilung, sowie Herrn  Paschke und Herrn Höhre für die Hilfsbereitschaft. Morgen wir der neue Boden und die Liege eingebaut und eine Liste der Materialien erstellt. Wenn es so weiter geht steht der Abfahrt nichts mehr im Wege.

Fahrtvorbereitung 2016 – Endlich Fahrzeug gefunden

Göttingen, 23.12.2015

Nach etlichen Telefonaten und mehreren Besichtigungen mit Probefahrten ist es soweit und ein zuverlässiges Fahrzeug ist gefunden worden. Diesmal ist es ein Ford Transit. Einige Schweißarbeiten sind noch durchzuführen um eine neue TÜV Plakette zu bekommen, doch die Vorteile überwiegen.

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  • Ein starker unverwüstlicher 2,5 L Dieselmotor
  • Gerade einmal 112.200 km gelaufen
  • Außer Rost, scheint alles zu funktionieren

20151223_155335_resized_1Nach Weihnachten geht es an die Arbeit und dann kann hoffentlich am 7. Januar durchgestartet werden. Mehr Infos demnächst.

Kurzbericht Jahresabschluss – 2014

Am 11.12.2015 fand die jährliche Hauptversammlung im INTI statt. Mit über 60% Beteiligung der Mitglieder war diese Beschlussfähig und der Vorstand konnte entlastet werden. Folgende Kurzübersicht zeigt die Einnahmen (Spenden) und Ausgaben. Die Ausgaben sind für die unten angegebenen Projekte geflossen.

Überführung Krankenwagen nach San
Bau Schulgarten – Umzäunung und Material
Installation PV Anlage mit Kühlschrank
Containerversand mit Material für Centre de Sante – über Kieneba
Ausrichtung Netzwerktreffen Mali-Hilfe – Göttingen
Information über Web/Presse – hierfür keine Ausgaben getätigt

Öffentliche Jahreshauptversammlung 2015 – 11.Dezember im Inti

Einladung zur:
Öffentlichen Jahreshauptversammlung von africa-co-operation e.V. 

Liebe Mitglieder, Förderer, Helfer und Interessierte des Vereins,
hiermit möchte ich euch am 11.Dezember 2015 um 19 Uhr zur Jahreshaupt-versammlung, im Inti Burgstr.17 (Wilhelmsplatz), 37073 Göttingen, einladen. Es wird einen kleinen Überblick über die Tätigkeiten unserer Arbeit von 2014 bis heute geben. Des Weiteren werden auch die unten angebenden Themen zum ordnungsgemäßen Abschlus des Jahres 2014 abgearbeitet. Der Raum ist gebucht und ich freue mich auf eine konstruktive Diskussion.

Themen:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
  3. Feststellung der Beschlussfähigkeit
  4. Genehmigung der Tagesordnung
  5. Jahresbericht des Vorstands
  6. Kassenbericht und Prüfung
  7. Jahresbericht Schriftführer
  8. Aussprache zu den Berichten
  9. Entlastung des Vorstands
  10. Besprechung der Projekte und des weiteren Vorgehens
    Container, Kantine, Centre de Sante, Finanzierung, Arbeit
  11.  Verschiedenes, Sonstiges, Bekanntgaben
  12. Neuwahlen,falls erforderlich
  13. Schlusswort der Vorsitzenden

Anträge zu dieser Jahreshauptversammlung können per Mail eingereicht werden.
Johannes Albers