Mauretanien sehnt sich nach Regen

Mauretanien sehnt sich nach Regen (Die Zeit 05.06.2012 )
Viel dreht sich im mauretanischen Alltag um Wasser, denn schon 2011 fiel in der Sahelzone kaum Regen. Eigentlich ist das in der Region nichts Ungewöhnliches – aber dass in so vielen Jahren nacheinander Trockenheit herrscht, ist neu. Wenn bis Juli kein Regen kommt, könnten allein in Mauretanien eine Million Menschen Hunger leiden, sagen Hilfsorganisationen. Laut den Vereinten Nationen sind im ganzen Sahel zehn Millionen Menschen in Gefahr. Helfer verteilen jetzt schon Nahrung.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-06/fs-mauretanien-2

Präsident Aziz versehentlich durch Schüsse verletzt

14.10.2012, Nouakchott – Mauretaniens Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz ist am Samstag bei Schüssen auf seinen Konvoi verletzt worden. Die Regierung sprach von einem „Versehen“, ein Militärvertreter dagegen berichtete von einem „gezielten Angriff“ auf den Staatschef. Nach übereinstimmenden Angaben wurde Abdel Aziz nur leicht verwundet.

Kommunikationsminister Hamdi Ould Mahjoub sagte in der Nacht zum Sonntag im staatlichen Fernsehen, eine Einheit der Armee habe bei einer Straßenkontrolle versehentlich auf den Konvoi des Präsidenten geschossen. Sie habe nicht erkannt, dass es sich um das Auto des Staatschefs gehandelt habe. Lokale Medien berichteten unter Berufung auf Anwohner, die Streitkräfte seien über die Reise des Präsidenten nicht informiert worden.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mauretanien-praesident-durch-schuesse-verletzt-a-861197.html

Mauretanien lässt sieben Menschenrechtler frei

04. SEPTEMBER 2012, Göttingen. – Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Freilassung des mauretanischen Menschenrechtlers Biram Dah Abeid und sechs seiner Mitstreiter von der Anti-Sklaverei-Bewegung IRA (Initiative zur Wiederbelebung der Abschaffung der Sklaverei) reagiert. Die seit Ende April 2012 inhaftierten Menschenrechtler wurden am Montagabend auf Anweisung des Ermittlungsrichters provisorisch auf freien Fuß gesetzt.

„Die Freilassung der Menschenrechtler ist ein großer Erfolg für Mauretaniens Anti-Sklaverei-Bewegung. Wir hatten Angst um das Leben der Sklaverei-Kritiker“, erklärte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. „Besorgt waren wir vor allem über den angegriffenen Gesundheitszustand von Biram Dah Abeid.“ Der Vorsitzende der IRA und Träger des Weimarer Menschenrechtspreises 2011 war in der Haft schwer erkrankt und hat seit seiner Inhaftierung mehr als 15 Kilogramm Gewicht verloren.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8726:mauretanien-laesst-sieben-menschenrechtler-frei&catid=55&Itemid=50

Afrika – ein Besuch unter anderen Vorzeichen.

Im Februar 2013 starten wir nach 14 Jahren wieder und fahren über Marokko bis nach Mali.  Wir, das sind Dietmar, Gringo und Hannes, drei Weggefährten, die die gleiche Idee zusammengebracht hat.

Von 1987 bis 1998 befuhren wir jährlich die Pisten über Algerien nach Niger oder Mali. Ein wenig Abenteuer, raus aus dem Alltag und mal wieder die wesentlichen Dinge des Lebens zu spüren war Antrieb für die Fahrten. Zudem ließ sich so dem langen tristen deutschen Winter entfliehen und noch ein wenig Geld verdienen. Dies war eine verlockende Kombination aus Abenteuer und Arbeit.

Im Sommer wurden die Fahrzeuge besorgt und wüstentauglich gemacht. Danach galt es Fahrer zu finden, Visa und andere Papiere zu beschaffen, so dass es im November endlich losging. Die Touren führten meist über Marokko und Algerien bis an die Westküste Afrikas. Unterwegs wurden Ersatzteile und Autos verkauft und wenn alles erledigt war, ging es per Flugzeug wieder zurück.

Der Erlös reichte meist noch ein paar Monate und die nächste Tour ging schon wieder los. Doch irgendwann wurde der CFA (Zentral Afrikanische Franc) um 100% abgewertet und schlagartig war es vorbei.

Heute, 14 Jahre später, wollen wir uns erneut auf den Weg machen und noch mal den Spirit der einstigen Zeit erleben. Mittlerweise sind alle fest im Beruf und der Familie verankert und es soll auch kein Profit daraus entstehen.

Diesmal wollen wir auf unserer Fahrt Hilfsprojekte besuchen und diese ganz gezielt mit Sach-, Arbeit und Geldmitteln ihre Arbeit unterstützen. Die langjährige Erfahrung in Afrika hat uns gezeigt welche Mittel und Technik dort am besten wirken und nicht nach kurzer Zeit verpufft.

Unser Ziel ist es Projekte und Unterstützer zusammen zu bringen und stellen daher diesen Blog ins Netz, der die Möglichkeit des Informationsaustausches bietet.

Wir sind politisch, konventionell unabhängig, unser Engagement und Arbeit ist ehrenamtlich und unentgeltlich. Wir wünschen eine reghafte Beteiligung, viele umsetzbare Ideen und überzeugte Unterstützer, damit wir alle zusammen etwas bewegen können, denn auch mit kleinen Dingen kann man was bewegen wenn sie sinnvoll und gebündelt eingesetzt werden.

Den Menschen in dieser von Armut und Dürre geplagten Regionen möchten wir durch praktische Sachmittel und gezielter finanzieller Unterstützung für Bildung und Ausbildung Hilfe zur Selbsthilfe geben, denn reine Spenden und Hilfslieferungen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und machen Menschen abhängig. Nur dauerhafte und nachhaltige Lösungen können langfristig zur  Selbstversorgung und Unabhängigkeit führen.

So suchen wir für unser Anliegen Menschen, Firmen und Organisationen die unser Anliegen mit Sachmitteln, Logistik oder Spenden unterstützen, damit wir zusammen einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der afrikanischen Lebensumstände leisten können.

Unsere Route wird diesmal über Marokko, Mauretanien, Senegal nach Mali und Burkina Faso führen, da die anderen Sahara Passagen noch zu unsicher sind.

Hier in diesem Blog kann jeder Ideen oder einfach nur einen Kommentar abgeben. Wir bitten allerdings hier die Etikette einzuhalten und keine beleidigenden Ausdruckweisen zu benutzen.

Vielen Dank für Deine/Ihre Aufmerksamkeit

Heuschrecken bedrohen Ernten in Niger und Mali

17.07.2012, Rom. – Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat vor einer Heuschrecken-Plage in Niger und Mali gewarnt. Riesige Schwärme der Insekten seien von Algerien und Libyen in den Norden Malis und Nigerias gelangt, teilte die FAO am Dienstag in Rom mit. Dort bedrohten sie nun die Ernten.

Nach Angaben der FAO konnten sich die Wüstenheuschrecken im Gegensatz zu früheren Jahren nach Süden ausbreiten, weil sie in Libyen und Mali aufgrund der Bürgerkriege und der politischen Unsicherheit nicht mehr effektiv bekämpft wurden. Heftige Regenfälle im Norden Nigers und Malis begünstigen die Fortpflanzung der Tiere.

FAO-Experte Keith Cressman erklärte, die günstigen Bedingungen für die Vermehrung der Heuschrecken könnten zu einer zweiten Generation der Insekten führen, die sich Ende des Sommers nach Mauretanien, Algerien, Libyen und in den Süden Marokkos ausbreiten könnte. Auch in der westafrikanischen Sahelzone wären dann die Ernten bedroht.
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8593:heuschrecken-bedrohen-ernten-in-niger-und-mali&catid=27&Itemid=69