Berichte aus Mali – erster EBOLA Fall

Ebola: Mali versucht, die Epidemie unter Kontrolle zu halten; weltweit 10.000 Fälle
Bamako (AFP) – 25.10.2014 19:03, von Ahamadou Cisse
Mali versuchte am Samstag, der Ausbreitung des Ebola-Virus Einhalt zu gebieten, ausgehend von der ersten Patientin in dem Land, dem achten der Epidemie, die jetzt die Zahl von weltweit 10.000 Fällen übertroffen hat.
(…)
Obwohl die einzigen außerhalb des Kontinents kontaminierten Patienten – zwei Pfleger in den Vereinigten Staaten und Spanien – als geheilt erklärt wurden, verbreitet sich die Epidemie noch immer in Westafrika mit insgesamt mindestens 10.141 registrierten Fällen, darunter 4922 Todesfällen, nach dem neuesten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum 23. Oktober.
In Mali, wo die erste Patientin, ein zwei Jahre altes Mädchen nach Rückkehr aus Guinea, identifiziert wurde – es starb am Freitag in Kayes (im Westen) – wurden mehr als 50 Menschen unter Quarantäne gestellt, darunter ein Dutzend in der Hauptstadt Bamako, die sie auf einer langen Busreise durchquert hatte.
„Der Fall wurde schnell eingegrenzt, und wir hoffen, dass wir letztlich aus dieser Sache unversehrt herauskommen“, sagte Präsident Ibrahim Boubacar Keïta in einem Interview.
Mr. Keïta beschuldigte die Großmutter einer „Unvorsichtigkeit“, die das Kind in ein von dem Virus betroffenes Land mitgenommen hatte, und sagte, dass „alle Maßnahmen“ ergriffen worden seien, um Mali zu schützen, unter Berufung auf „Wärmeüberprüfungen“ auf den Flughäfen, aber ohne sich über die Landwege auszulassen.
„Wir haben eine gemeinsame Grenze, die wir nicht geschlossen haben, und wir werden sie auch nicht schließen“, fügte er hinzu (um die Versorgung vor allem der grenznahen Bevölkerung nicht zu unterbrechen, Ed).
Dagegen hat Mauretanien strengere Kontrollen an seiner Grenze mit Mali angekündigt, nach der Ankündigung des ersten Falls in Kayes, dem wahren Herz des Handels zwischen den beiden Ländern. Die Verschärfung führte zu einer de-facto-Schließung der Grenze, nach lokalen Quellen.
– Versand von Ausrüstung aus Liberia nach Mali –
Das malische Gesundheitsministerium hat Angaben der WHO zurückgewiesen, nach denen das Kind bereits Symptome vor der Rückkehr aus Guinea aufwies, und damit eine Ansteckungsgefahr während seiner Reise durch Mali darstellte.
„Wir wissen, als das Mädchen sich in Bamako aufhielt, war es nicht ansteckend. Das erste Krankheitsstadium wurde aus Kayes, nicht aus Guinea gemeldet“, sagte der AFP der Sprecher des Ministeriums.
Die WHO meldete am Freitag in einem Bericht, „die Lage in Mali sei als Notfall anzusehen. Der Zustand des Kindes während der Busfahrt ist besonders besorgniserregend, weil er ein hohes Risiko mit vielen Möglichkeiten für die Exposition darstellt, mit einer großen Zahl von Menschen.“
Sie lobte dennoch die „schnelle Reaktion der Behörden“ und begrüßte die Anwesenheit von malischen Teams und denen der US-Bundesbehörde für Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC), um das Land auf das Auftreten eines Falles auf seinem Territorium vorzubereiten.
Die WHO hat am Freitagabend durch das Welternährungsprogramm (WFP) eine Tonne Ausrüstung von Monrovia nach Mali auf den Weg gebracht – Liberia ist das am stärksten betroffene Land – einschließlich persönlicher Schutzausrüstung, Handschuhen, Masken und Eimern laut WFP. (…)
© 2014 AFP

Unter www.mali-infos.blog.de könnt Ihr auch in den nächsten Tagen sicherlich die neuesten Nachrichten lesen.

Wir werden überlegen, was wir tun können, die erste Anfrage aus Mali zur Finanzierung von Aufklärungskampagnen ist schon da.

 

Fachtagung: „Hèrè Dòròn“ (in der Bambara Sprache “nur Frieden in Mali“) im August Bebel Institut, 11.Oktober 2014, Berlin

am 11.Oktober 2014  plant Afrikanischer Muslim Kreis (AMK e.V.) in dem Zeitraum vom 10. bis 16 Uhr eine  Fachtagung zum Thema „Hèrè Dòròn“ (in Bambara Sprache nur Frieden in Mali) in August Bebel Institut (Erika-Heß-Saal – 4. Etage, Raum 408)

Die Fachtagung beschäftigt sich mit dem Thema Frieden und Entwicklung in Mali. Ziel ist es, BürgerInnen, Botschaften, Diaspora, Entscheidungsträgerinnen aus Politiker, Nichtregierungsorganisationen, Studentinnen, Schülerinnen, Vertreterinnen von Medien über die Situation in Mali, die durch aufflammende Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen der malischen Armee und  Rebellengruppen gekennzeichnet ist.

Im Rahmen der Fachtagung möchte AMK e.V. die Auseinandersetzung mit den Konflikten und deren globalen Zusammenhängen sowie die Schaffung und Sicherung von Frieden als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe thematisieren. Dabei soll das Engagement der EU, Frankreich und Deutschland hinterfragt sowie die Rolle der afrikanischen Diaspora  im Friedenprozess und den Versöhnungsprozess in Ruanda als Fallbeispiel diskutiert werden. Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen. Bei Fragen sind wir telefonisch unter 030-914 374 64 erreichbar.
Rafiou Yacoubou, E-Mail: amk-berlin@gmx.de

Einladung zum Netzwerktreffen – Netzwerk Malihilfe

Zu dieser kostenfreien Veranstaltung möchten wir alle NGO‘s, Initiativen, Aktionsgruppen, Schulen, Städtepartner und interessierte Einzelpersonen, die in Mali / Westafrika tätig sind und dort aktive Hilfe zur Entwicklung leisten, einladen. Auch alle aktiven Malierinnen und Malier sind herzlich eingeladen.
Diesmal findet unser Netzwerktreffen am

20. September 2014 von 10 – 16 Uhr in der VHS Göttingen statt.

                        Ein Jahr nach „Kriegsende“ hat sich die Situation etwas entspannt, so dass jetzt wieder eine bessere und gesichertere Arbeit aufgenommen werden könnte. Doch kaum ist ein Übel überwunden, breitet sich EBOLA in Westafrika aus. Ob und wie Mali davon betroffen wird, ist noch nicht abzusehen. Unser Netzwerktreffen bietet die Chance Informationen aus erster Hand zu bekommen, um abzuschätzen, wie eine erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann.

Networking vs. Einzelkämpfer: gemeinsam geht mehr

Das kostenlose, ehrenamtlich selbstorganisierte Netzwerk Malihilfe dient als Plattform zum Informationsaustausch und zur gegenseitigen Hilfe, die die erfolgreiche Umsetzung von Projekten erleichtert. Innerhalb des Netzwerkes erhalten Sie aktuelle Informationen und Kontakte, die hilfreich und kostensparend genutzt werden können. Wir konnten Referenten für vielfältige und interessante Themen gewinnen – von der Buchautorin bis zu praxisnahen Arbeit der NGO’s.

Programm*:

  9:30 –   10:00 h Get together (Kaffee und Smalltalk)
10:00 – 10:30 h Begrüßung vom a-c-o e.V., sowie Grußworte von Peter Brucker (Mali Hilfe e.V.) u. Herbert Querfurt (Aktion pro Afrika e.V.)
10:30 – 11:15 h Vorstellung der Teilnehmer:  Wer macht was?
11:15 – 12:00 h Vorstellung und Entwicklung des Projektes „Get a smile!“  G. Grigo / J. Albers / A. Dieterich, africa-co-operation e.V.,
12:00 – 12:30 h Mittagspause
12:30 – 13:15 h Vielfalt der malische Kultur u. Musik in Gefahr?,  Dr. E. Brandes Benkadi e.V. – Berlin
13:15 – 14:00 h Vorstellung des Entwicklungspolitischen Informationszentrums Göttingen (EPIZ) und der Arbeit der Eine-Welt-Regionalpromotorin für Südniedersachsen, Noreen Hirschfeld
14:00 – 14:15 h Kaffeepause
14:15 – 15:00 h Mali oder das Ringen um Würde, Buchvorstellung von Charlotte Wiedemann, Journalistin für Zeit, Geo u. a. mit Reportagen aus Asien, Arabien, Afrika
15:00 – 15:30 h Entwicklung des Kreises Kolokani, Vorstellung einer nachhaltigen Projektentwicklung in drei Bereichen (Qualifizierung/Bildung, Handwerk, Landwirtschaft / Natur), Gerold Mehrmann, Förderverein Kolokani e.V.
15:30 – 16:00 h Netzwerken als Chance – Warum ist Networking so   erfolgreich, Information aus der Praxis, Anregungen und Austausch, Diskussion, G. Grigo / J. Albers, africa-co-operation e.V.,
16:00 – 16:30 h Get together, Gruppenfoto, Ausklang der Veranstaltung mit Kontaktaustausch

*leichte Veränderungen sind kurzfristig möglich, auch versuchen wir noch einen Vortrag zum Thema EBOLA vom Tropenhygieneinstitut zu bekommen.

Bitte melden Sie sich an, zwecks Planung:

Ausgerichtet wird das Netzwerktreffen diesmal von africa-co-operation e.V.  Um Raumgröße und Verpflegung zu planen, bitte ich Sie/Euch mir die Teilnahme unter info@africa-co-operation.de  kurz zu bestätigen.

Veranstaltungsinfo:

Ort:  VHS Göttingen, Bahnhofalle 7, 37081 (300 m vom Bahnhof entfernt)
Kostenlose Parkplätze sind am Schützenplatz (ca. 500 m Fußweg)
Datum: 20.September 2014, 10 – 16 Uhr
Veranstalter: africa-co-operation e.V., Reinhäuser Str. 1, 37130 Gleichen,
Tel.: 0175 859 5334

Johannes Albers u. Gerhard Grigo
(Vorstand, africa-co-operation e.V.)

                                                                          

Sanamadougou und Sahou müssen bleiben: Landraub stoppen – in Mali und überall sonst!

Donnerstag, 21. August 2014, 11-14 Uhr
Kundgebung vor der malischen Botschaft:
Kurfürstendamm 72, U-Bahnhof Adenauerplatz
Die BewohnerInnen der beiden Dörfer Sanamadougou und Saou in Mali sind dringend auf politische und praktische Unterstützung und das sofort.

Seit 2009 wurden ihre Flächen Stück für Stück von einem Großinvestor geraubt, jetzt sehen sich die BewohnerInnen mit der für sie völlig neuen Erfahrung von Hunger konfrontiert. Vor diesem Hintergrund hat das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact in einem ersten Schritt den Kauf von 10 Tonnen Hirse im Wert von 2.500 Euro als direkte Soli-Unterstützung ermöglicht – eine Menge, die allerdings nur drei bis vier Wochen reichen dürfte. Darüber hinaus rufen wir zu einer Protestaktion vor der malischen Botschaft und  dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf – in Verbindung mit einer demnächst beginnenden Faxkampagne.
Globale Gerechtigkeit e.V

Einladung: Youchaou Traore aus Mali, erstmals in Deutschland

sternt_headLiebe Mali Freunde,

in den letzten 5 Jahren konnte Sterntaler bereits zahlreiche Projekte in Mali umsetzen. Die meisten Projekte wurden zusammen mit dem malischen Sozialunternehmer und Vereinsvorsitzenden Youchao Traore realisiert. Youchaou ist international anerkannt und wurde bereits nach Australien, USA, Türkei und Japan eingeladen. Weiterlesen

Mali Netzwertreffen in Göttingen am 20. September 2014

Das Netzwerktreffen vom Mali Netzwerk ist ein Treffen von allen Vereinen und Personen die in Mali / Westafrika tätig sind und dort aktive Hilfe zur Entwicklung leisten.
Dieses Mal findet es am 20. September in Göttingen VHS Gebäude statt. Das VHS Gebäude ist vom Bahnhof lediglich 300 m entfernt und daher gut zu erreichen.
Dieser Veranstaltungsort wurde gewählt, da Göttingen zentral liegt und sich africa-co operation e.V. angeboten hat dieses zu organisieren.

Jetzt müssen Ideen und für das Treffen gesammelt werden, denn diese und gute Referenten sind Anziehungsmagneten für jede Veranstaltung. Bitte kommentiert diesen Beitrag mit Euren Ideen.

Danke und Grüße
Johannes Albers

a-c-o  e.V.

Schulgartenprojekt Region Segou – erstes Grün!

Im Januar gestartet, im Februar zurück und im März kamen per Mail die ersten Bilder: die Mitglieder von africa-co-operation e.V.  sind erfreut über den Erfolg ihrer diesjährigen Mali-Reise nach Fangasso, Kreis Tominian im Bezirk Segou. Eine ausführliche Dokumentation der Reise und die  aktuellsten Bilder aus Fangasso finden sich auf dem Blog des Vereins.

 

5-Jahresfeier des Sterntaler für Afrika e.V. in München

Seit fünf Jahren unterstützt der Sterntaler für Afrika e.V. nun schon Bildungsprojekte in Mali. Am Freitag, den 20.12.2013 wird das gefeiert. Zusammen mit der jährlichen, offenen Mitgliederversammlung findet im EineWeltHaus in München (Schwanthalerstraße 80, 80336 München) um 19 Uhr die große 5-Jahresfeier statt. Glühwein, Plätzchen und malische Musik werden dem Abend den passenden Rahmen geben. Natürlich sind auch alle Mali-Netzwerker hiermit herzlich eingeladen! Weitere Infos unter www.sterntaler.org oder www.facebook.com/sterntalerfuerafrika.

Journée Culturelle et de Reflexion sur le Mali“ am 14.12.2013 in Köln

Der Deutsch-Malische-Interkulturelle-Verein/A.I.M.A. e.V. lädt ein zu einem gut besetztem Diskussionsforum.
Beleuchtet werden sollen folgende Fragen: Welche Zukunft für Mali nach der größten Krise seiner Geschichte? Wie wird die nationale Versöhnung mit den Ex-Rebellen möglich gemacht? Was muss der neue Präsident tun? Was kann getan werden um eine ähnliche Situation in Zukunft zu vermeiden?
Im Anschluß wird ein umfangreiches kulturelles Progamm geboten.

Die ausführliche Einladung: Programm-Einladung 14.12.2013