DSGVO Datenschutzverordnung – was tun?

Ab 25. Mai 2018 tritt die DSGVO Datenschutzverordnung in Kraft und trifft auch kleine Vereine. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage was zu tun ist und ob in der Verwaltung auch Änderungen notwendig sind. Unser Verein, mit lediglich 11 Mitgliedern und einer sehr übersichtlichen Anzahl von Spendern, braucht sich da keine großen Sorgen machen.

Die Daten sind sicher aufbewahrt und es werden lediglich Namen und Adressen gespeichert. Da wir auch keine Einzugsermächtigungen von Personen oder Firmen speichern, werden wir lediglich alle sonstigen sensiblen Daten in einen verschlüsselten Ordner verschieben. So ist gewährleistet, dass keine Unbefugten Zugang haben.

Wichtig: In Website, Facebook & Co Datenschutzseite einfügen

Doch was noch wichtiger ist, ist jetzt die Webseiten mit einer entsprechenden Erklärung zu versehen, damit die Abmahnanwälte nicht abkassieren können. Für diese kann das ein wahres Eldorado werden, denn hier lässt sich einfach und schnell Geld verdienen.

Datenschutzerklärung mit dem Generator selbst herstellen

Dies ist einfacher als so mancher denkt, denn wir z.B. speichern gar keine Daten. Lediglich zur Freischaltung eines Kommentars muss die E-Mail Adresse angegeben werden um nicht jeden Spam auf der Seite zu haben. Dies ist Eigenschutz und keine Sammelwut. Eine aktuelle Datenschutzerklärung kann mit dem Generator innerhalb kurzer Zeit selbst kostenlos hergestellt werden.
Hier ist der Link zum Generator: https://dsgvo-muster-datenschutzerklaerung.dg-datenschutz.de/
Ein besonderer Dank gilt allen Herstellern des Generators.

Deutscher NGO Mitarbeiter entführt

Am 11. April wurde der Gründer der Hilfsorganisation Fathima (Jörg Lange) aus Bad Honnef bei einem Projektbesuch von Bewaffneten auf Motorrädern überfallen und entführt. Die Behörden vermuten, dass er nach Mali gebracht wurde. Der Vorfall ereignete sich 25 Kilometer südlich der Stadt Inates im Grenzgebiet Mali / Niger. Zurzeit gibt es keine Informationen wie es ihm geht und wo er sich befindet. Doch in der gesamten Region ist ein stetiger Anstieg der Attacken zu verzeichnen.

Wachsende Gefahr durch IS-Heimkehrer?

Die Afrikanische Union warnt schon länger, dass die Terrorgefahr durch IS-Rückkehrer wächst. Ob dies auch mit der steigenden Zahl der Übergriffe zusammenhängt kann vermutet werden. In Mali gibt es eine Plattform, die akribisch Informationen hierzu sammelt und veröffentlicht. Ganz klar ersichtlich ist die steigende Anzahl der Angriffe und auch die Verlagerung gen Süden. Alle NGO Vertreter sollten sich bewusst sein, dass es jeden treffen kann. Der jetzt Entführte war schon langjährig in Westafrika aktiv und kannte sich sehr gut aus. Weiterhin ist zu beobachten, dass einige Angreifer teilweise sehr gut ausgestattet sind. So werden auch Militär- oder Polizeiuniformen zur Tarnung genutzt, was es schwer macht Freund und Feind zu unterscheiden.

Zahlen zum Vergleich: Attacken, Minen, Überfälle in Mali

Zeitraum Attacken Tote Verletzte Entführte
Jan 17 11 101 154 k. A.
Jan 18 41 79 58 k. A.
Feb 18 30 80 50 4

Quelle: malilinknet, Investigative Reporting Group (MIRG).

Sicherheit in Mali – Informationen online

Viele Organisationen hier im Netzwerk haben Projekte in Mali, die sie von Zeit zu Zeit besuchen um Fortschritt und Wirkung einschätzen zu können. Manche sind auch schon über Jahrzehnte in Mali tätig und kennen oder meinen zumindest Land und Leute gut zu kennen. Auch bei den regelmäßigen Fahrten zeigen sich meist keine Auffälligkeiten. Die kriegerischen Auseinandersetzungen von 2012 sind größtenteils beendet, viele Waffenstillstands- und Friedensabkommen wurden geschlossen und eigentlich sollten Land und Leute wieder zur Normalität zurückgefunden haben.

Die Rote Zone weitet sich aus

Doch die vermeintliche Ruhe, die heute herrscht kann trügerisch sein und jeder Mali Reisende sollte sich dem bewusst sein, dass es immer noch viele Überfälle und Angriffe gibt. Wenn diese sich bisher hauptsächlich im „Norden“ des Landes ereigneten, ist inzwischen zu beobachten, dass diese vermehrt südlich von Mopti auftreten. So begann bisher die gefährliche „Rote Zone“ nördlich von Mopti und alles was südlich lag, schien relativ sicher zu sein. Dies scheint sich geändert zu haben, denn es ist nicht nur ein enormer Anstieg der Angriffe (Vergleich: Januar 2017 – Januar 2018) zu verzeichnen sondern auch Art und Ort.

Zeitraum Attacken Tote Verletzte
Jan 17 11 101 154
Jan 18 41 79 58

*Zahlen von: malilinknet, Investigative Reporting Group (MIRG).

Mittlerweile sind auch in den Regionen um Segou und San Angriffe mit Toten und Verletzten zu verzeichnen.

Von 41 Attacken wurden 6 Angriffe (14,6%) alleine in Segou und San registriert. Im Januar 2017 wurden insgesamt 11 Angriffe gezählt, keiner (0%) in Segou oder San.

Neue Informationen zu Anschlägen und Orten jetzt online einsehen

Vor oder während einer Reise in Mali können jetzt Informationen abgefragt werden, wann und wo sich Angriffe ereignet haben um eigene Einschätzungen machen zu können. Bisher schafften es nur extreme Ereignisse in die Presse und die Mund zu Mund Propaganda war oft fehlerhaft. Jetzt gibt es eine Website mit einer Liste von allen Ereignissen seit dem 1.Januar 2015. Hiermit kann zumindest eine bessere Einschätzung der Lage vor Ort erfolgen. Abrufen lassen sich die Informationen unter www.malilink.net/attaques-terroriste-au-mali/