Sechs Wochen für 1000 Euro – lohnt sich das?

Fazit: „Du und dein Verein“ der Ing Diba

Wer sich schon mal einem Wettbewerb gestellt hat, weiß worauf er sich einlässt und was es bedeutet daran teilzunehmen. Bei solchen Aktionen ist voller Einsatz und Kreativität gefragt, denn manche Konkurrenten haben schon Erfahrungen aus den vorherigen Jahren sammeln können. Diese können daraus schöpfen und haben bereits eine Strategie zum Erfolg. Wir waren hier „Greenhorns“ und da stellten sich viele Fragen, wie:

  • wie viel Stimmen werden reichen?
  • wie können wir die Menschen überzeugen für uns zu voten?
  • „Fair Play“, wo ist die Grenze?

Schnell wurde die ACO WhatsApp Gruppe reaktiviert und erweitert. So flossen Informationen in Echtzeit und wir konnten uns gegenseitig anfeuern und am Anfang wurde jede Stimme gefeiert. Jeder durchforste seine Kontakte, teilte via Facebook, E-Mail, WhatsApp und informierte die Leute darüber, dass wir ihre Stimme brauchen. Diese Aktion brachte mäßigen Erfolg, denn bei der heutigen Informationsflut geht dies unter. Zu wenige Menschen waren bereit hierauf aktiv zu werden, denn es reichte nicht, wie bei Facebook gewohnt, nur zu „liken“. Der Prozess Telefon Nr. eingeben und den Code der folgenden SMS eingeben überforderte viele. Schnell kam die Erkenntnis, so einfach sind die 1000 Euro nicht zu gewinnen – da braucht es mehr:

  • Ideen, Teamwork & Durchhaltevermögen
  • Kreativität & Einsatz
  • Außergewöhnliches Engagement

Nachhaken und Service bringen Ergebnisse

Als erstes wurde der #TeamHug Video gedreht, denn damit sind weitere 500 Euro zu gewinnen und motiviert. Ein zweites Video zeigte eine PR Aktion im Dauerregen in der Fußgängerzone in Kiel. Die Message: Wir wollen gewinnen und das Wetter oder andere Unannehmlichkeiten sind kein Hindernis.

Zudem war es wichtig nicht nur Stimmen zu sammeln, sondern Freunde zu motivieren selbst für uns zu sammeln. So entstanden kleine Keimzellen, die im Hintergrund aktiv für uns Stimmen sammelten und unseren Stand beobachteten. Sie litten mit uns, wenn es bergab ging und halfen mit ihren Möglichkeiten, um uns wieder nach oben zu katapultieren. Wir hatten aktive Fans, wie in der Bundesliga. Nur bei uns konnte jeder helfen und einen Eckstoß ins Tor befördern und vom Zuschauer zum Akteur werden, mitspielen ja, sogar Tore schießen.
Genau wie in der Bundeliga hatten wir auch einen Top Torjäger wie den legendären „Gerd Müller“, der unser unumstrittener „Stimmenjäger“ geworden ist und jede Gelegenheit nutzte, das Runde ins Eckige zu bekommen. Über WhatsApp konnten alle immer live dabei sein, wenn die Tore fielen, was jeden bis zum Schluss  motivierte ebenfalls weiterhin auf Stimmenfang zu gehen.

So wurde auch der Mali-Transporter, der im Januar wieder mal nach Mali fahren wird, mit einbezogen und für den Wahl (Stmmen) -kanpf in Kiel und Bremen eingesetzt.

Zum Ende wurde es, wie erwartet, noch mal eng und fast minütlich verloren wir Rang um Rang. Jetzt ging, wie bei den „drei???“, die Telefonlawine los und die Kontakte wurden telefonisch abgefragt ob sie auch gevotet haben. Wer es noch nicht gemacht hatte, dem wurde geholfen. Jetzt gaben wir die Telefonnummer ein und ließen uns den Code der SMS durchgeben. Als das immer noch nicht reichte, ging es raus in die Nachbarschaft und bis zum Schluss wurden von Tür zu Tür Stimmen gesammelt. Dies brauchte etwas Überwindung, denn heute ist es nicht mehr üblich fremde Menschen um Hilfe zu bitten. Zum Glück stießen wir nur selten auf Ablehnung oder Unverständnis. Die Server der Ing Diba liefen wohl heiß, denn so manche SMS kamen nicht mehr.

Kurz vor 12, wir fiebern vor der Rangliste – hat es gereicht??

Jeder starrte nun auf die Rangliste und blickte erwartungsvoll auf die Entwicklung. Dabei muss immer ein refreshing der Website vorgenommen werden um den neusten Stand zu sehen. Aber Punkt 12 Uhr war alles auf der Website verschwunden und das letzte Ergebnis im Kopf: Wir haben gewonnen!!!!

Resumee

Viel Zeit & Arbeit: Wer hier mitmacht muss sich im Klaren sein, hier wird nichts verschenkt, denn es bedeutet harte Arbeit so viele Stimmen zu organisieren. Dies erreicht man nicht durch einfache oder einmalige Aktionen wie: Mails versenden, auf Facebook teilen, Flyer verteilen oder anderweitig einfach Informationen zu verschicken. Hier muss aktiv auf Menschen zugegangen werden um diese überzeugen. Zudem müssen alle mit anpacken und jeder sein „Bestes“ geben. Nicht jeder hat den Mut auf andere, insbesondere Fremde, zuzugehen und sich persönlich so weit zu engagieren sowie in der Öffentlichkeit zu stehen.

Viel mehr als 1000 Euro ist der Lohn, denn dies ist eine gewaltige PR Aktion für den Verein, stärkt den Zusammenhalt, bringt Anerkennung und ist ein Social Event bei dem alte Kontakte aufgefrischt werden und neue Bekanntschaften entstehen. Allerdings man muss auch akzeptieren, dass manches Mitglied überfordert wird. Diese Aktion motiviert auch unsere Spender und haben unserem Verein 15% der Jahreseinnahmen, bei 9 € Ausgaben, erbracht. 

Alles in Allem ist dies eine gelungene Aktion, die ich weiterempfehlen kann, selbst wenn wir nicht gewonnen hätten.

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