Die nächste Grenze

Die Mauretanische Grenze ist eine der stressigeren Etappen der Malifahrt. Auch diesmal hat sie einiges an Zeit beansprucht, überraschenderweise jedoch schon an der marokkanischen Seite.

Es hat damit angefangen, dass wir eine Stunde warten mussten, um den Scanner zu passieren, da die Grenzer gerade in der Mittagspause waren. Danach noch einige Stempel hier und da, bis wir endlich ausreisen konnten. Auf der anderen Seite warteten schon ein Heer an Transiteuren, die aggressiv ihre Dienste anboten. Zur mauretanischen Seite zu kommen, ist ebenfalls leichter gesagt als getan: die geteerte Straße ist schnell zu Ende und man sucht sich seinen Weg durch die Wüste, zwischen Autowracks und Steinen hindurch. Glücklicherweise hatten wir einen sehr erfahrenen, ruhigen Transiteur, der sein Geld wirklich wert war. So kamen wir relativ schnell durch und überholten dabei eine Gruppe, die wir schon in Dakhla getroffen hatten. Insgesamt hat uns das ganze Verfahren etwas über 4 Stunden, einige Ouiga und ein paar Cadeaux gekostet. Müde, aber erleichtert, erreichten wir Nouadhibou.

Nouadhibou

Gegen Sonnenuntergang kamen wir in Nouadhibou an.
Den (sehr) chaotischen Verkehr haben wir gut überstanden und auch schnell das kleine Campement Levrier gefunden. Der Besitzer erkannte Hannes auch direkt wieder und war sehr froh, als sich sein Campment füllte, denn die Deutschen, die wir bereits in Dakhla getroffen hatten, kamen noch dazu. Leider gab es in ganz Nouadhibou seit Tagen kein Wasser mehr, unsere lang ersehnte Dusche musste also noch warten.

Wracks, Reifen und Kamele

Am nächsten Tag wurde unsere Weiterfahrt etwas verzögert. Die Einfahrt war so zugeparkt, dass wir erst losfahren konnten, als einige der Autos weg waren. Dann waren wir aber schnell aus Nouadhibou raus und in der Wüste. Die erste Hälfte der Strecke nach Nouakschott erwies sich als anstrengender als erwartet. Ein Sandsturm war aufgezogen und durch die Sandverwehungen machten sich manche Schlaglöcher erst spät bemerkbar. Unzählige Autowracks säumten die Straße und wir trafen auch auf einen LKW, den es kurz vorher umgehauen hatte. Den Fahrern ging es gut und wir überließen ihnen Wasser, einige Lebensmittel und ein paar Sweeties, bevor wir weiterfuhren. Auf einer Raststätte trafen wir gegen Nachmittag wieder die deutsche Gruppe aus Dakhla, die Nouhadhibou vor uns verlassen hatten. Am späten Nachmittag lies der Wind nach und auch die Straße wurde besser, so dass die restliche Strecke schnell geschafft war. Ziemlich erledigt ging es unter die Dusche und wir konnten endlich auch mal etwas essen.

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