Mali: Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten

Trotz der militärischen Erfolge im Kampf gegen islamistische Extremisten in Nordmali gibt es in dem westafrikanischen Land weiter schwere Menschenrechtsverletzungen. Für diese sind nach Auffassung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) sowohl Tuareg-Rebellen als auch malische Soldaten verantwortlich.

Die Tuareg-Organisation MNLA, die weiterhin die strategisch wichtige Stadt Kidal kontrolliert, habe in den vergangenen Tagen 100 Zivilisten festgenommen, hieß es in einem heute veröffentlichten Bericht. Die meisten gehörten anderen Volksgruppen an und seien ausgeraubt und verprügelt worden.

Ashton setzt auf Dialog

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich besorgt über die „rassistisch motivierte“ Gewalt gegen Zivilisten. Sie forderte die Armee und die Rebellen zur Zurückhaltung auf. Ein Dialog mit der Übergangsregierung sei dringend nötig, um Frieden in dem Krisenland zu schaffen.

Publiziert am 07.06.2013
http://orf.at/stories/2186257/

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